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Morgen freue ich mich auf den Festland-Jamaikaner "Gentleman" und traditionellen Reggae und am Samstag hat der werte Herr Pest Krause hier angekündigt, was uns zu erwarten hat.
wie es leibt und lebt....
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Seit Jahren leiste ich mir mit Phillipp eine erbitterte Pilzfehde. Die Ersten, die Schönsten, die Größten, die Speziellsten, alles kommt in die Waagschale unseres Wettbewerbes. Nachdem nun Phillipp, dieser Lump, am Montag die Thüringische Landesgrenzen überschritten hat und das Frankenland um sieben Kilo Pfifferlinge erleichterte, gebührt ihm wohl die Führung 2009. Um die Rivalität anzustacheln, begab ich mich am Samstag in den Naturpark "Thüringer Schiefergebirge-Obere Saale", von dort hatte ich Kunde einer exquisiten Pilz-Rarität. Der Schiefertrüffel war mein Begehr. In der sehr speziellen Kulisse der Lehestener Schiefergrube traf ich den Bürgermeister und den 

Nachdem wir die Helden unsere Kinderzeit und die ganze Wahrheit trocken am Johannestor erlebt hatten, zog es uns in die Wagnergasse, die auch am Montagabend sehr gut besucht war. Gegen 22.30 zog ein schweres Gewitter auf. Seit Aufzeichnung der Wetterstation der FH Jena wurde noch nie so viel Regen innerhalb so kurzer Zeit gemessen. 20.1 mm Regensumme in 10 Minuten! Uns hat`s nicht gestört, die tapferen Ritter des Bell Ami Restaurant sicherten uns hinter einem mobilen "Gläserne Vorhang" fast tropfsicher ab und wärmten zusätzlich mit Heizstrahlern unsere erhitzten Gemüter. Verrückt wurde es dann aber nach Mitternacht, als Phillipp und ich uns ein Bezahldegenduell lieferten und sein großer Schein genau in eine Ritze des Außenpodestes segelte. Auch der hilfreiche Kellner, der aus den Tiefen des Weinkellers aufstieg, scheiterte an dem Holzbau. Nun kamen fast alle Küchengeräte zum Einsatz und mit Wurstwendezange, Barlöffel und Pinzette gelang die Heldentat. Der Schein konnte geborgen werden. Ich hatte inzwischen längst bezahlt und ein Stück das Weite gesucht, fürchtete ich doch, Phillippmittellos würde mich auffordern nachts einen Geheimgang zu graben.Der Weg zum Gral ist mangelhaft beschildert.
Nun kennen wir sie also, die wirkliche, die ganze Wahrheit über die Musketiere.
Gestern war es soweit, der Rauten-Pullunderossi vom Dienst Olaf Schubert, gab in Jena ein Gastspiel und das Versprechen uns die ganze Wahrheit über die 3 alten Haudegen zu erzählen. 20 Euro sind zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber wenn es denn der Wahrheitsfindung dient, sind wir zur Stelle und geben üppiges Salär dem fahrenden Volk.
Harraarr! Hoo Hoo, H-O!
Ritter, aber nicht die Echten, welche wir von den täglichen Mittelalterspektakeln allerorten her kennen (die sind doch die Echten oder?) nein, Gaukler und Hanswürste der allerfeinsten Sorte rennen plappernd und kaspernd über die Bretter, die heute Abend die Welt bedeuten.
Noch eine letzte Schlacht mit SadomasoThilo aus Mittweida und D´Artagnan hat es geschafft. Der heilige Gral, hier "ein dierischer Eimor" genannt, kann König Artus überreicht und die angebetete Jacqueline von D'Artagnan zum Weibe genommen werden.
Harrrr! H-O! Hoo Hoo!!
SM Thilo, dieser fiese Knecht, schwingt einen übergroßen Hammer mit der Aufschrift §218. Vermutlich hat er diesen einer armen gefallenen Feministin aus den kalten Händen gerissen. Aber darüber nachzudenken bleibt keine Zeit, steht doch das Finale an. Jaqueline steigt aus einer grünen Plastiktonne („Materie um nichts - für Kehricht und Erbroch-eeenes“) um sich zu übergeben, also sich ihm, unseren Helden hinzugeben, natürlich. Der Erzähler beginnt einen schreiend komischen Abspann vorzutragen und die Truppe versammelt sich vollzählig auf der Bühne.
Vorher jedoch haben die zahlreichen Gäste im Fauloch zu Jena die spielfreudige Truppe um Olaf Schubert bei einem Klamauk sondergleichen erlebt. Da wird auf der Suche nach geeigneten Gralsfindern so ziemlich alles gecastet was Rang und Namen hat, ein Egon Olsen genauso wie Spiderman oder Rocky Graciano. Die Story ist so hanebüchen wie Ihre Protagonisten und genau so war es wohl auch gewollt. Dazwischen greifen Aramies&Co immer wieder zur Klampfe der elektrischen und verballhornen die gar süße Melodei von Abba bis Bloodhound Gang, nichts ist vor ihnen sicher. „Yes, we can es versuchen.“
Artig werden noch ein paar Jenaer Sehenswürdigkeiten eingeflochten und sogar ein kleiner Seitenhieb auf Erfurt wird nicht vergessen. Dabei hat diese reine Männertruppe nichts weniger notwendig als diesen Opportunismus. Höchstens einen guten Tontechniker und jemanden der sich mit Werbung besser auskennt. Etwas mehr als die paar vereinzelt herumdümpelnden Werbebanner hätten sicherlich noch den einen oder anderen auf die Bänke der Johannesstraße gelockt und Technik, speziell die Tontechnik im 16 Jahrhundert, steckt wohl auch noch in den Kinderschuhen. Hier wird nicht mit feiner Klinge gespottet oder satirisch hinterfragt, nein, hier kriegt jeder sein Fett auf derbe und direkte Art. Die Liste der so verarschten reicht von Störtebecker über Hitler bis Bettina Wegner, ein Linux-Pinguin wird zur Paketfriedenstaube und Napoleon zum Erklärer der Quantenphysik zwischen zwei Nickerchen. Alles egal und alles fast wahr.
Und wenn am Ende unser Held mit der Edelsalami nicht zum Ritter, sondern zum Ungarn geschlagen wird, wunderte sich auch niemand mehr, als er Jacqueline, die heiß begehrte Braut dann doch erst mal in den Kühlschrank zurücklegen lässt.
Die Wahrheit ist, dass es uns gefallen hat.
Einen heldenhaften Abend erlebt von Phillipp und Villa
So fröhlich wie die Tanzenden Mädchen vor der Goethe-Apotheke gehe ich in die nächsten Wochen. Der Sommer ist angekommen und für ausreichend Kultur habe ich mir schon mal die Karten gesichert.
Der 4. Juli sollte der Höhepunkt einer ganzen Woche Geburtstagsfeierlichkeiten einer der ältesten Jenaer Kneipen werden und dafür wurde schon mal der Engelsplatz (ein Hauptverkehrspunkt im Stadtkern) für den Verkehr gesperrt. Das erwies sich als völlig gerechtfertigt, waren doch jung und alt gekommen, um das tolle Festprogramm zu erleben. Auf dem Gelände der ehemaligen Pferdeausspanne war ein Mittelaltermarkt errichtet und nicht nur auf der Bühne tummelte sich das Fahrende Volk. Wir hatten bis Mitternacht großen Spaß mit den Krippelkiefern und ihren erzgebirgischen Krisengesängen. Lustig, poetisch, herzerfrischend und zeitgemäß politik kritisch war ihr Programm.
So schließt sich der Kreis, es war ein heiteres Sommerfest und ich brauchte mich nicht verstellen, selbst der Wettergott war uns hold und machte an diesem Abend eine kleine Ausnahme. Als es gegen 1.30 Uhr leicht zu nieseln anfing verließen wir den Garten Eden und überließen ihn den ausdauernden Studenten und der elektronischen Musik.
Leider blieben nach meiner Beobachtung die Aktionstage Gartenstücke auf dem Campusplatz wenig beachtet. Vielleicht trifft das Anliegen doch nicht so das Mehrheitsverständnis, wie die Akteure glauben: