
Villa, die ihr dickes Osterei noch in ihrer Gründerzeitvilla sucht
wie es leibt und lebt....

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| Von Villa |


Ganz spontan entschloss ich mich Samstag früh, den letzten Punkt auf meiner To-Du-Liste nicht auf die lange Bank zu schieben. Im März vor 40 Jahren inszenierten John Lennon und seine Ehefrau ihr "Bed-In" (Liegen für den Frieden) in einem Hotelbett in Amsterdam. Während der ahnungslose Gatte den Wochenendeinkauf erledigte, buchte ich ein sehr feines Hotel in meiner geliebten Doppelstadt Weimar. Um das Kraut fett zumachen, wurde es die Junior Suite, einem auf zwei Ebenen eingerichteten Turmzimmer mit Blick auf das berühmte Goethe-Wohnhaus und -Garten sowie in den Park an der Ilm. Hier und nur hier sollte mein erster BedJump stattfinden. Fast wäre das Unterfangen gescheitert, als der Gatte sich anfänglich weigerte diesen "Unsinn!!!" mitzumachen. Vermutlich hatte er Angst, ich würde wie John und Yoki die Federn zur Kampfzone erklären und er ergab sich seinem Schicksal.

…wollten wir es wissen. Nachdem die Jenaer Basketballmannschaft in die Erste Bundesliga aufgestiegen war, musste die dafür neu aufgestellte Hangarkartoffelhalle den neuen Anforderungen entsprechen. Wir beschlossen zum ersten Heimspiel zu gehen und das Unheil fing schon an, als wir die letzten Karten kauften, Block A3jenawohnen Reihe5 Sitz98. Von diesem Platz aus hätte nicht mal ein Riese die Chance gehabt, auch nur ein Fitzelchen vom Spielfeld zu erhaschen. Also drängelten sich der Gatte und ich auf die Stehplätze, hinter das Tor, eh, ich meine den Korb. Dass wir im Fan-Block der gegnerischen Mannschaft geraten waren, merkten wir erst, als die Pauken geschlagen wurden und Schmährufe bei Faulwürfen unserer Mannschaft, den Lärmpegel einer Meg-Arena übertrafen. Nun von Basketball habe ich ja nicht sooo viel Ahnung, aber wir waren auch schon bei Spielen der 2. Bundesliga und es hat schon einen gewissen Unterhaltungswert. Basketball wird ja als "körperloser" Sport bezeichnet und ich weiß jetzt auch warum. Immerzu lupften die Spieler ihre viiiel zu weiten Schlabberhosen unter-oberhalb der Schamgrenze. Einer hielt sich permanent das Gemächt und da waren die Hände natürlich nicht frei für den Ball. Jedes Mal wenn die Bonner Basketballer am Zug waren (und das waren sie meistens) donnerte ein Stimmorkan ein Wort, welches ich absolut nicht erkannte. Dabei wollte ich doch auch schreien, ich wusste nur nicht was. Ein junger Heppenbart neben uns, verriet uns nach Verhör, das Zauberwort: DEFENSE. Jede weitereichende Erklärung seinerseits ging im Lärmpegel unter. Also schrie ich es jetzt auch begeistert, als "Unsere"einen besonders schönen Korb warfen und wurde prompt blöd angesehen. Verstehe einer dieses Basketball! Das Spiel hätte auch in Amerika sein können, soviel Schwarze wie da auf dem Spielfeld zu sehen waren. Einen blonden Spieler hatte Jena und der sah fast wie unser „Aller“ Dirk Nowitzki aus. Lustig fand ich auch, dass es 3 Schiedsrichter und einen Kampfrichter am Anschreibetisch gibt. Mein Interesse für die gut gebauten Spieler quittierte der Gatte mit den Worten: „ Das nächste Mal gehen wir zum Frauen-Beachvollyball“ Ach ja, Jena hat Haushoch verloren und der Unterschied zwischen einem Aufsteiger und einem Playoff-Team war deutlich.
Das war bestimmt nicht mein letztes Basketballspiel Villa
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