06.05.12

Der Drops ist gelutscht!

Evolution der Seifenkiste


Nach unserer zweimaligen Teilnahme an dem von der Bauhaus-Universität Weimar organisierten Spacekidheadcup ist für uns klar, das nächste Mal müssen wir mit einem neuen Rennboliden dort aufschlagen.
Die Frage, die sich uns stellt, bauen wir eine Gaudikiste oder wagen wir uns noch einmal an eine professionelle Soapbox heran. Die Entscheidung ist wohl gefallen. Phillipp hat letzte Nacht die Vorlage dazu gezeichnet. Das Design ist schon alt und kommt von einem wunderschönen alten italienischen Rennwagen aus den 50er Jahren.



Auf geht's, Jenalebt Seifenkiste 2 wird in Angriff genommen. Es wartet viel Arbeit auf uns.
Team Jenalebt

05.05.12

Hoher Kreativitätsfaktor beim Rennzirkus in Weimar

Der Ortswechsel des Spacekidheadcup am 1. Mai in Weimar von der Belvederer Allee zur Carl-August-Allee war in zweifacher Hinsicht spannend. Zum einen war der Zuschauerzuspruch mit etwa 2.500 Schaulustigen noch größer als im letzten Jahr, zum anderen fand parallel dazu, in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Bahnhofsvorplatz, die Anti-Nazi-Protestaktion "Weimar bleibt bunt" statt.

Unsere sehr zeitige Anreise in die Nachbarstadt sicherte uns die Teilnahme an beiden Veranstaltungen. Nach zügiger Abfertigung und Erhalt der Soap Box TÜV Plakette und der Anmeldung bei den fleißigen Helfern des Org-Teams, konnten wir den Flitzer im Fahrerlager entlang der Allee abstellen.


Das Weimarer Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus hatte aufgerufen, gegen den geplanten Neonazi-Aufmarsch an diesem Maifeiertag zu protestieren. Die Stadt Weimar verbot im Vorfeld den braunen Aufzug durch die Innenstadt, musste aber eine Standortkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz hinnehmen. Nach Polizeiangaben waren ca.700 Protestteilnehmer gekommen, darunter auch viele Jenaer, die sich den angereisten Nazis entgegenstellten. Stunden später wurde die Kundgebung der Rechten aufgelöst, weil sie die Auflagen der Versammlungsbehörde nicht erfüllen konnten, ausreichend nicht vorbestrafte Ordner zu stellen. Gut, dass sie ihre rassistische Ideologie nicht unters Volk bringen konnten und wie Christoph Matschie während der Kundgebung richtig sagte, es ist wichtig, Gesicht gegen Rechts zu zeigen. 



Zum Rennverlauf
Die Strecke an sich war weniger spektakulär als im letzten Jahr, eine gerade abschüssige Allee mit kleiner Startrampe und im Auslauf zum Ziel eine Strohballen-Schikane. Dennoch musste man den Wagen auf Ideallinie halten, um eine optimale Zeit zu erreichen. Dass uns dies gelang, zeigte unsere schnelle Zeit von 24,3 Sekunden, die uns den zweiten Platz in der Speedwertung sicherte.
Merci, an alle Helfer entlang der Strecke. Ihr habt hervorragende Arbeit geleistet, als Starthelfer, Streckenposten, Zeitnehmer und Musikbeschaller, um die über 60 Boliden sicher ans Ziel zu bringen.
Besonders das charmante Moderatorenteam (Studenten des 4. Semester Medienkultur) Merle Hagelücken und Wilhelm Stroppek haben zum fröhlichen Ablauf der Veranstaltung viel beigetragen.


Viele Kinder-und Erwachsenenträume gingen an diesem Tag in Erfüllung. Die manchmal zermürbenden Anstrengungen beim Bau der Flitzer, das Herzblut und die Fantasie, die man in Design und Aerodynamik steckt, endeten in Spaß und der Schönheit der Bewegung. Die Ansätze beim Bau konnten nicht unterschiedlicher sein und wir haben wieder so viele schöne, kreative, selbst gebaute Rennautos gesehen.
Wer mehr tolle Fotos vom Rennverlauf sehen möchte, kann sich in der Bildergalerie der "Thüringer Allgemeine" umschauen und es ehrt uns natürlich ungemein, dass unsere Kiste "Jenalebt" als Aufmacherfoto des Zeitungsberichtes abgebildet ist.


Mein Mitgefühl an diesen Tag hatte das rote Maimobil. Die Burschen bekamen große Probleme beim Feintuning ihrer Räder. Sie konnten das schöne Wetter und die entspannte Stimmung kaum genießen, ständig bastelten sie noch am Wagen herum. Beim zweiten Start fuhren sie dann einfach auf den Felgen die Rennstrecke herunter und kamen auch ins Ziel. Klasse!



Bei so einer aufgeschlossenen Veranstaltung lernt man immer interessante Menschen kennen. Unsere Boxengassennachbarn kamen aus Leipzig und hatten schon viel Rennerfahrung. Unser Pausenquartier war das kleine Gasthaus "Bratwurstglöck'l" an der Rennstrecke und mit dem Inhaber, Herrn Noster, hatten wir sehr lustige Momente. Von dort aus sah ich auch ein perfekt gestyltes Mädel in der Menge und ich machte mich auf, sie zu suchen. Wie sich herausstellte, war es Molla Mills ( Meet A Girl with Talented Hands, Creative Mind and Finnish accent), finnisches Model und Produktdesignerin, spezialisiert auf den fünfziger Jahre Stil. Außerdem eine sehr aktive Bloggerin. Sie posierte gerne für mich und wir hatten ein nettes Gespräch. Ich liebe solche Momente der unverhofften Begegnung.



Großen Dank noch mal an meine Teammitglieder Lina und Phillipp.
Villa ist stolz auf euch!

29.04.12

Erster Pilzfund in diesem Jahr


Morcheln sind die Diven unter den Pilzen. Sie zu finden ist ein Schlüsselerlebnis und ein köstlicher Frühlingsgenuss aus der Natur - die reine Freude. Die Spitz-Morchel ist eine begehrte und wohlschmeckende Art, wächst im April und Mai, und wie ich nun weiß, auch in Jena. Der Geruch ist schwach, aber angenehm (ist ja schließlich keine "Gemeine Stinkmorchel"), der Geschmack deutlich nussig. Sie adelt jedes Essen.
So kann es weiter gehen mit der Pilzausbeute 2012.


Das wunderbare Wetter war natürlich Anlass für die erste Grillparty in diesem Jahr. Ein paar Schalentiere, frischer Waldmeister und Bärlauch-Crêpes mit Spargel gefüllt, Herz was willst du mehr. So gestärkt konnten Phillipp, das Nichtenkind und ich uns der Aufgabe stellen, unsere Seifenkiste auf Vordermann zu bringen.


Am 1. Mai wollen wir wieder in Weimar beim Spacekid Headcup teilnehmen. Die Stadt Weimar hat das Rennen auf der Belvederer Allee untersagt, um die zum Teil 250 Jahre alten Bäume zu schützen. Es wird allerdings auch gemunkelt, die Streckenverlegung in die Innenstadt hätte kommerzielle Gründe. So werden wir jedenfalls auf der Carl-August-Allee starten und wir freuen uns auf das bunte Treiben bei diesem Straßenfest. Ca. zehn Stunden mussten wir in die Restaurierung stecken, die Frontscheibe war im letzten Jahr beim "Eintauchen" in die Strohballen zerbrochen. Luftdruck, Bremsen und Lenkung sind geprüft, die Karosserie gewienert, der Hangabtriebskraft steht nichts mehr im Wege.


Die Kistenpiloten vom Team Jenalebt sind bereit.

28.04.12

Tropische Nacht Jena 2012

So bunt, so leicht, so karibisch soll die Partynacht am 11. Mai 2012 im Botanischen Garten werden. Rekordverdächtige April-Temperaturen (heute fast 30° Grad) lassen auf gutes Wetter hoffen. Das Programm wurde wieder von Robert Ackermann zusammengestellt und neben der Musik werden spannende Shows für jede Menge Unterhaltung sorgen.


Das Event-Konzept der "Tropischen Nacht" im Botanischen Garten Jena war immer ein Erfolg, selbst Tanzmuffel ließen sich von der temperamentvollen Musik anstecken und das Karibikflair verhalf zu ausgelassener Stimmung. Die Liveband "Kukaye Moto" ist eine multikulturelle Afro-Funk-Reggae-Band aus Leipzig, ich bin gespannt auf ihre Musik.



Wir sehen uns im Tropical Jena - Villa

22.04.12

Ich glaub, mein Schwein pfeift! "Grunzmobil" macht in Jena halt.

Nicht schlecht gestaunt habe ich habe ich vergangene Woche, als dieses aufsehenerregende Mobil meinen Arbeitsweg kreuzte. Das Grunzmobil der Albert-Schweitzer-Stiftung tourt derzeit durch deutsche Städte und machte am 17. und 18.04. 2012 in Jena halt.

"Die Massentierhaltung abschaffen. Genau das ist eine unserer wichtigsten Aufgaben für die kommenden Jahrzehnte. Um den Ausstieg aus der quälerischen Intensivtierhaltung zu beschleunigen, starten wir mit der GrunzMobil-Deutschlandtour jetzt eine große, bundesweite Aufklärungskampagne.Quelle:http://albert-schweitzer-stiftung.de"

Sie versuchen mit ihrer Aktion ein Bewusstsein zu schaffen, was unser maßloser Konsum von billigem Fleisch für die Tiere bedeutet. Dabei ist den Tierschützern wohl klar, dass die meisten Menschen nicht auf Fleisch verzichten wollen. Es wurde auch nicht rabiat gegen die "bösen Fleischesser" vorgegangen, sondern mit sehr anschaulichen Videoinstallationen demonstriert, was hinter den Mauern der Ställe und Schlachthöfen geschieht. Eine nachdenkenswerte Aktion!


Der Aufforderung sein eigenes Verbraucherverhalten zu überdenken und einfach weniger Fleisch zu essen, kam ich bei einem Besuch des vegetarischem Restaurants "Capitulare de villis" nach, vor dem das Grunzmobil parkte. Mit meinen Vollkornspaghetti in Spinat-Kokos-Sauce (vegan, laktosefrei) lag ich im Trend und ich hatte Schwein, sie waren saumäßig lecker.


Bei dieser Sauerei in der Bachstraße Jena könnte ich regelmäßig kotzen, man muss wohl "Schwein sein in dieser Welt", um so ignorant zu sein, wie der dort ansässige Döner-Imbiss. Jeden Morgen wird der gewerbliche Restmüll einfach auf den Straßenrand gekippt, wahrlich kein Aushängeschild für die "Fressgasse" am Johannisplatz.



Diese Schweinerei muss eine andere werden!
Villa

08.04.12

Osterferien auf Rømø

Im vier Generationen Familieverbund verlebten wir eine wunderbare Osterferienwoche auf der südlichsten dänischen Nordseeinsel Rømø. Genügend Platz für die 15 Personen starke Gruppe fanden wir in einem sehr schönen Ferienhaus. Besonders den Kindern bot ein großer Pool und ein Fitnessraum viel Abwechslung. Ostereier färben, Nachtwanderung, gemeinsames Kochen und vieles mehr sorgten stets für erfrischende Perspektivwechsel.


Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir Nordeuropas breitesten befahrbaren Sandstrand. Landsegeln mit dem Blokart wurde für Phillipp und mich der sportliche Einstieg in die diesjährige Seifenkisten-Saison. Schnell und extrem manövrierfähig sind die Biester. Sie haben keine Pedale, nur drei Räder und ein Segel. Der Wind wird nur mit einem Seil in der Hand gebändigt. Angetrieben von einer kräftigen Brise erreichten wir rasante Geschwindigkeiten. Ein Riesenspaß!



Schöne Ostern wünscht Villa

18.03.12

Essen und Wein - ein kulinarischer Flirt

In Jena gibt es zahlreiche interessante Adressen, um auf kulinarische Entdeckungsreise zu gehen. Ich habe einige getestet.

An der Volkshochschule Jena belegte ich den Kochkurs "Curry, Chili, Mango und Co.-Indische Küche".
Kursleiterin Christina hatte sich, als sie die Rezepte erstellte, sehr viel vorgenommen. Mit Chai, Pakoras, Auberginen-Curry, Chili-Limetten-Hühnchen, Tandoori Hühnchen, Chapati-Brot, Dal und einem indischen Gurkensalat war der Themenabend jedoch etwas überfrachtet.


Viel Spaß hat mir das Seminar gemacht, obwohl es nicht sonderlich professionell ablief, eher so: wir kochen mit Freunden. Die indische Küche war einfach nicht mein Fall, alles sah ein wenig aus wie Hühnerkacke, und in den schweren, cremigen und scharf gewürzten Saucen schwamm ein blasses, fades Hühnerfleisch. Gut gelungen war uns das indische Fladenbrot, Chapati, das nicht im Ofen, sondern in der Pfanne gebacken wurde.

Unter dem Motto "Wein und Schokolade" veranstaltete Pia Santo vom "VOM Fass-Geschäft" in der Oberlauengasse, in Zusammenarbeit mit "Spitzers Literatencafè" Unterm Markt einen Degustationsabend. Es war für mich eine völlig neue Geschmacksidee, Weine aus aller Welt mit heimischen, schokoladischen Einflüssen zu vereinen.


Der Chocolatier Spitzer fertigt in handwerklicher Arbeit seine Pralinen in einer Confiserie in Krölpa und die Aromen der Kakaobohnen korrespondierten vortrefflich mit der harmonisch abgerundeten Weinauswahl.

Höhepunkt meines kulinarischen Frühlingsflirts war ein französischer Kochkurs in der Kochwerkstatt Jena mit der Firma "Feinkostwerk". Als Frauentagsveranstaltung geplant, stellten wir uns an diesem Abend ganz unter die Zuständigkeit des sehr sympathischen Daniel Reichel. Seine guten Referenzen reichen bis zum Catering für die Formel 1 in Bahrain. Ein Profi der Koch-Branche!


Zwei Stunden kochten wir in der gut sortierten Küche unter seiner fachmännischer Anleitung ein leckeres 4-Gänge-Menü und in geselliger Runde erlebten wir eine kurzweilige, mitreißende Koch-Session. Es hat von Anfang bis Ende alles gepasst. Als uns der Profi mit "Ihr kocht atemberaubend" lobte, rundete dies unser Vergnügen ab. Frau Kißling war der gute Geist im Hintergrund, sie nahm uns all die lästigen Aufräumarbeiten ab. Herzlichen Dank!




Villa, die heute auf Wunsch des Gatten Hausmannskost Rouladen kocht.

11.03.12

Tatort Jena

Axel Prahl und das Inselorchester im Volkshaus Jena zu Gast


Sonntagabend ist heilige Tatortzeit, da wird das Bügelbrett bereitgestellt und ich erledige diese langweilige Hausarbeit beim Krimi schauen. Das Eisen bleibt allerdings kalt, wenn sich die beiden beliebtesten TV-Ermittler Deutschlands, der kleine brummelige Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und dieser schillernde, geltungsheischende Fatzke von Gerichtsmediziner Boerne (Jan Josef Liefers) ihre köstlichen Streitgespräche liefern und nebenher ihren Fall lösen.

Nun singt der auch noch, dachte ich, als ich von dem Konzert im Volkshaus erfuhr, gab es doch schon 2010 auf der Kultuarena Jena ein ausverkauftes Konzert seines Schauspielkollegen Liefers.
Das Konzert im Jenaer Volkshaus hat all meine Zweifel ausgeräumt! Mit seinem neunköpfigen handverlesenen Inselorchester unter der Leitung des Keyboarders (auch Sänger, Texter und Komponist) Danny Dziuk wurde es ein wunderbarer, vielgestaltiger Musikabend. Dziuk hätte ihn auch zur Aufnahme der CD mit den Worten ermutigt: "In einem Land, wo ein gelernter Augenarzt Wirtschaftsminister werden kann, kannst du auch eine CD machen". Recht hatte er, Axel Prahl überraschte mit seiner souligen, rührenden und persönlichen Stimme.
Er teilte uns mit, dass er wieder frisch verliebt sei und seine Liebste Maria und ihre Eltern auch im Publikum anwesend wären. Seine Anspielung auf den Tatort Jena bezog sich auf die ZDF-Sendung "Aspekte" und den Ärger in der Stadt darüber.
Im zweiten Teil des Konzertes sang Prahl Prahl. Er präsentierte uns sein Album "Blick aufs Mehr", zu dem er alle Texte selbst beigesteuert hat. Ich kam nicht umhin, mir im Anschluss des Konzertes die CD zu kaufen und mich in die lange Schlange am Signiertisch im Foyer einzureihen.


Mein herzlicher Dank geht an die großartige Jenaer Fotografin Kerstin Lucklum die es mir erlaubte, ihre Konzertfotos hier auf Jenalebt zu zeigen und an meine Freundin aus Stadtroda, die mich zu diesem Konzert eingeladen hatte.


Wenn also heute Abend der Tatort "Hinkebein" läuft, dann habe ich die Melodie der zweiten Zugabe im Ohr, als das Jenaer Publikum gemeinsam mit "Kommissar Frank Thiel" den Song "Es geht doch nichts über ein gemeinsam gesungenes Lied" trällerte.

Villa, heute bügelfrei

08.03.12

Jena im Paralleluniversum

Seit heute läuft in den Filmtheatern bundesweit der physikalische Psychothriller "Schilf - Alles, was denkbar ist, existiert". Nach der Romanvorlage "Schilf" von Juli Zeh adaptierte die Regisseurin Claudia Lehmann, selbst eine promovierte Physikerin, das Gedankenexperiment der Parallelwelten. Der Film wurde Anfang 2011 an der Universität Jena, in der Umgebung unserer Stadt, in Weimar und Bad Berka sowie in Genf gedreht. Dieser Umstand und die Tatsache einer engagierten mitteldeutschen Filmförderung hatten wir es zu verdanken, dass das Cinestar am Dienstag einen bescheidenen roten Teppich für die Darsteller ausrollen durfte. Neben der Produzentin Manuela Stehr, der Regisseurin und den Hauptdarstellern, waren auch viele Jenaer Statisten und Komparsen bei der Premierenvorführung anwesend.



Im Anschluss an die Vorführung wurde in der "Villa am Paradies" noch ein wenig gefeiert und die Schauspieltruppe war bestens gelaunt anzutreffen.




Von Film selbst möchte ich nicht viel verraten. Im Mittelpunkt steht die Männerfreundschaft des Physikprofessors Sebastian Wittich (Mark Waschke) und seinem Freund Oskar Hoyer (Stipe Erceg) , ebenfalls Physikprofessor, der in Genf am CERN arbeitet. Der Eine hat sich für die Hochschule entschieden, der andere für die Forschung. Besessen versucht Sebastian die Viele-Welten-Theorie wissenschaftlich nachzuweisen, während Oscar sie in die Science-Fiction-Schublade steckt.
Als Sebastians Sohn Nick entführt und er zu einem Mord aufgefordert wird, gerät seine Welt aus den Fugen.

Die erste Szene im Film spielt im großen Hörsaal der Physik am Max-Wien-Platz. Dort hat auch der Gatte sein Studium absolviert, ehe er zur schreibenden Zunft wechselte und ich habe viele Jahre am russischen Betatron (Kreisbeschleuniger) hinter dem Gebäude gearbeitet. Für uns waren die Filmaufnahmen am CERN und die Idee des Filmes sehr interessant.

Villa

05.03.12

Eine musikalische Reise...

Von Cuentacuentos

…war es nicht nur für mich, die ich gerade noch rechtzeitig aus Berlin angereist war, denn mühelos füllten am Sonntag, dem 4. März die Besucher des 3. Kinderkonzerts den Großen Saal der Jenaer Philharmonie bis auf den letzten Platz, um an dieser Reise in fünf Länder teilzunehmen. Die familiengerechte Matinee-Vorstellung von einstündiger Dauer in Zusammenarbeit mit dem Orchesternetzwerk "One" begann um 11 Uhr, nach dem Sonntagsfrühstück und rechtfertigte den großen Zuspruch in jeder Hinsicht.


Den Auftakt bildete Georges Bizet, dessen Sinfonie Nr. 1 (3. Satz) melodisch nach Paris entführte. Es folgte eine Uraufführung: Die wirklich aufregenden Sätze “fire” und “air” aus Three sharmantic rituals des in Berlin lebenden, noch recht jungen ungarischen Komponisten Peter Köszeghy. Dass aber auch die alten Meister für die Jugend von heute keine Langweiler sind bewies (Allegro Moderato) Johann Georg Albrechtsbergers Konzert für Altposaune und Streichorchester, und Mihael Šuler, der junge Solo-Posaunist des RTV Symphony Orchestra aus Ljubljana (Slowenien) beeindruckte dabei mit wunderbaren Tremoli. Nach Israel ging es mit Akeda (Die Opferung Isaaks), das der 1935 in Tel Aviv geborene Noam Sheriff in memoriam Yitzhak Rabin komponierte – ein hochdramatisches Orchesterstück, ein Thriller könnte man sagen. Den feurigen Abschluss bildete Mieczysław Weinbergs Rhapsodie über Moldawische Themen op. 47/1. Diese abwechslungsreiche Zusammenstellung kurzer Stücke und die Moderation durch Friederike Holm hielten das Publikum in Atem. Dem tschechischen Dirigenten Stanislav Vavřínek war die Freude deutlich anzumerken, die es ihm bereitete mit diesem Orchester zu arbeiten, dass sich zu etwa gleichen Teilen aus gestandenen Musikern der Jenaer Philharmonie und Mitgliedern des Jugendorchesters der Musik- und Kunstschule Jena zusammensetzte. Die Leistungen der jungen Musiker waren beeindruckend. Umso anrührender war es, zu beobachten, dass mache der Jugendlichen fast verdutz waren, wenn ihre älteren Kollegen sie ermutigten, sich zu erheben, um ihren persönliche Applaus in Empfang zu nehmen. Verdient war der Beifall allemal und wollte nach Ablauf der sehr unterhaltsamen und alles andere als anspruchslosen Stunde gar nicht mehr enden. „Ich kann nicht mehr“, sagte das neben mir sitzende Mädchen atemlos und klatschte dennoch weiter. Und klatschte und klatschte… wie alle anderen Besucher auch.

Gerne möchte ich allen Jenensern und Jenaern den Besuch dieser Kinderkonzerte wärmstens empfehlen, fürchte jedoch, dass dann vielleicht die Kinder keine Karten mehr bekommen, und gerade sie sollen hier doch erleben, wie viel Spaß und Spannung Musik bringen kann. Also sage ich: Unbedingt mal hingehen (aber im Zweifelsfall den Familien mit Kindern den Vortritt lassen, auch wenn jeder, der am vergangenen Sonntag nicht dort war, wirklich etwas verpasst hat)!


Herzlichen Dank für die schönen Ausführungen zu unserer sonntäglichen Martinee, liebe Christa. Es war auch für mich ein erbauliches Konzerterlebnis.
Für unsere kulinarische Erbauung sorgte ja dann vortrefflich das Team des Hotels Schwarzer Bär.


Bestens gestärkt konnten wir uns so zu den Reihen der Kunstinteressierten hinzugesellen, die den letzten Öffnungstag der Ausstellung "Von Renoir bis Picasso - Künstler der École de Paris" nutzten, um die Bilder und Gemälde im Stadtmuseum zu sehen. Die Ausstellung war mit fast 24.000 Besuchern ein großer Erfolg.




Phillipp und Villa