27.08.09

GreenOrange und gelbe Zitronen


Nach unserem überstürzten Aufbruch, ja auch wir haben in einem kleinen toskanischen Dorf Lotto gespielt... (der Schein wurde uns recht widerwillig verkauft) und ich das Italoglückslos im Reisegepäck suchte, Fotos auslas und die Wäscheliese bestückte, hörte ich aus einem Hinterhof, des in der Nähe der heimischen Villa ansässigen Ärztehauses, sehr lautstarke Rockklänge. Etwas verwundert folgte ich daraufhin dem treibenden Rhythmus und traf auf eine beherzte Live Show der Band GreenOrange aus Ebeleben. Geben Sie es zu Herr Pestkrause, Sie haben mir die vier Jungspunde aus der Nähe Ihrer Heimat vorbeigeschickt, weil ich die letzten Kulturarena-Konzerte verpasst habe. Nun, es gab ordentlich was auf die Ohren, völlig frei von irgendwelchen Glamour-Attitüden spielten die Burschen auf, eine Mischung aus Rock, Reggae, Funk und Blues. Seit März 2007 versucht die junge Band mit eigenen Titeln ihren Sound zu entwickeln, Einheitsbrei zu vermeiden und Geld für den ersten selbstproduzierten Tonträger zu sammeln. Toll die Idee, des Medizinmannes Dr.med. P., Kollegen und Belegschaft aus vielen nördlich der Stadt gelegenen Privatpraxen einzuladen und eine After-Work-Party mitten im Wohngebiet zu organisieren. Villa wünscht der Band Glück für das erste Album, den Medizinern eine Gesundheitspolitik, die ihnen weitere Events dieser Art ermöglichen und beißt in eine saure Zitrone, weil sie den Italienern ihre Lottomillionen doch nicht abjagen konnte.
Drohanrufe der Mafia sind zwecklos.

Kommentare:

  1. Die Combo spielte im Ärztehaus?
    Äh, das Du dort sofort aufschlägst und von den Recken digitale Ab,- und Eindrücke sammelst wußten die bestimmt!
    So bekommen die schon mal kostenlos einen Doktor- äh, nee Promotation....oder so.

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  2. Ach ja, Ebeleben. Die Perle an der Helbe, vielbesungen für ihre Kreidefelsen. Wahrscheinlich auch von den grünorangen Knaben (die ich nicht persönlich kenne, aber schon mal irgendwann bei einem Bandcontest abgelichtet habe. Aber mittlerweile waren das schon so viele, ich weiß sie leider nicht mehr auseinanderzuhalten)

    Grüße von einem, der schon mal nach erfolgtem 600km-Gang nach Santiago und daraus resultierendem Sündenerlass nebst Segenregen glaubte, mit einem Euro-Million-Los ein völlig neuer Mensch zu werden. Tsäh, kann ich nur sagen, TSÄH!!!

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  3. Mein persönlicher Ablassdealer hat mir gegen 30 km Fußlatsch Absolution angeboten- also lieber Herr Krause, was müssen Sie für Dreck am Stecken haben-meine Fresse!

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