07.03.11

25.Bluesfasching in Apolda - "25 Jahre wilde Ehe"

25 Jahre, eine reich erfüllte Blueszeit, feierte der Lindwurm Faschingsclub Apolda e.V. mit seinen Gästen am Wochenende in der Tiefgarage des Hotels am Schloß in Apolda. Das traditionelle Event der internationalen Bluesszene zieht Fans von überall her an und bietet alles rund um Blues und Bluesrock.

Wir haben uns für den Samstag entschieden und gleich die erste Band "Autumn Blues Band" auf der mittleren Bühne spielte so frisch und locker auf, dass es eine große Hörfreude war. Sänger Micha Berndt agierte mit Akustik-Gitarre und bluesigem Gesang von einer Apoldaer Bierkiste aus und seine Bandkollegen glänzten durch Spielfreude.
Wenn die Musik auf mehreren Bühnen spielt, hat man immer das Problem und die Befürchtung, was zu verpassen und so haben wir nur einen kurzen Abstecher zur großen Bühne gemacht, um den Rhytm Blues, Funk und Soul sowie zeitloser Rockmusik der Gruppe "Solace" zu lauschen. Auf der kleinsten Bühne spielte den ganzen Abend die heimische Band "Wicked Device", aber sorry Jungs, eure Musik war so gar nicht mein Fall.
"Shawue" hatte den längsten Soundcheck, leider waren die in deutsch gesungenen Folksongs sehr schlecht zu verstehen. Dabei war es egal, ob ich direkt vor der Bühne stand oder hinten an der Beschallungsanlage. Schade!

Im Verlauf der Musiknacht wurde der Dunst in der Tiefgarage dichter und dichter und meine "Hausfrauenkamera" hatte es immer schwerer, sich durch die Dunstglocke durchzusetzen. Dabei sang von 22.30-0.00 Uhr die mit Abstand wohl hübscheste Frau mit den schönste Beinen des ganzen Bluesfaschings. Die deutsch-Amerikanerin Jenny Boneja bewegte sich mit Eleganz und Anmut auf der Bühne und passte stimmlich perfekt zu den Musikern "The Ballroomshakers", um den Blues der vierziger Jahre zu zelebrieren. Für mich der beste Musikbeitrag des Abends.

Von 0 bis 2 Uhr spielte auf der großen Bühne "Kirsche & Co", seit Jahren eine feste Größe des Bluesfaschings. Bei dieser Band feiern die Macher vom Lindwurm seine Musik und sich selbst. Die Brote sind verkauft, die Bands ausbezahlt, die Spannung, ob alles klappt, hat sich gelegt. Sie tanzen im Kreis und hüpfen, als wenn es der letzte Bluesfasching wäre. Wer mochte, konnte zu den Rockmusikern auf die Bühne kommen.
Mich zog es aber wieder in die Unteretage, war ich doch gespannt auf den Bluesgitarristen und Sänger Khalif "Walin" Walter, der schon über 10.000 Zuhörern auf dem Cincinnati-Blues-Festival mit seinem Boogie-Blues begeisterte. Musik im New-Orleans-Stil.
Der Intensität seines klagenden Blues, seiner Improvisationen auf der Gitarre konnte ich mich nicht entziehen. Ein wahrer Real Blues Man. Großartig!

Als wir das Musikfest verließen und ich ein wenig über meine tauben Ohren jammerte, meinte der Gatte, Bluesfasching wäre nun mal kein Kindergeburtstag.
Dank an meine Freunde in Apolda. Ihr habt wieder eine großartige Bluesnacht organisiert, tolle Bands eingeladen und uns obendrein bei euch schlafen lassen. Und während ich schon mein müdes Haupt bettete, musstet ihr noch das größte Chaos in der Tiefgarage beseitigen.
Diese Silberhochzeit war ein Fest! Villa

Kommentare:

  1. Der Gatte: Wie immer herrlich. Aber kein Wunder mit den Ohren. Ich habe selbst jahrelang mit der Band in einem niedrigdeckigen Keller geprobt...hä? Was ham Sie gesagt?

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  2. Pah, der Gatte soll mal nicht so angeben. Nachdem er in den letzten Wochen Bürgerreporter en masse rekrutieren musste, zeigten sich bei ihm auch leichte Ermüdungserscheinungen. Als fürsorgliche Gefährtin habe ich dem einen Riegel vorgeschoben und kurz entschlossen einen Entschleunigungsurlaub gebucht. Schon nächste Woche werden wir also vom Pico de las Nieves in Richtung Teide winken.

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  3. Das haben Sie, Hochverehrteste, genau richtig gemacht. Sie essen doch ne Portion Knobikaninchen mit Schrumpelkartoffeln für mich mit? Und denken Sie bitte daran: Da herrscht jetzt dieses üble Rauchverbot in den Cafes. Schauderhaft. Wunderbare Reise wünsch ich!

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