21.11.09

Tom Pauls sächselt in Jena


Der Kabarettist Tom Pauls lässt sich seinen Dialekt nicht von der Seele schleifen, ganz im Gegenteil. Als verwandlungsfähiger Darsteller, besonders in der Rolle der tratschenden Rentnerin Ilse Bähnert, gab er gestern im Großen Saal des Volkshauses, einen Kleinkunstabend in sächsischer Mundart.
Seine Bewunderung für die sächsische Mundartdichterin Lene Voigt brachte er als "Lauter gleenes Zeich zum Vortragen" unters Publikum. Aber auch aktuelle Bezüge z.B. der Wettskandal in der Bundesliga wurden auf die große Hausordnung gesetzt. Köstlich vorgetragen im Schillerjahr, kulturhistorische Lyrik auf sächsisch: De Graniche Des Ibigus und der Dr Handschuh.
Dorr säggs`sche Dialeggd ist unüberhörbar, liebenswert und regt zum Schmunzeln an. Was sagt der Sachse nach dem Sex? Ferdsch! ( fertig) Ich habe mir sagen lassen, die Enter-Taste auf der Computer-Tastatur in Sachsen hat auch diesen Aufdruck. Und genau diese drücke ich jetzt.

Ferdsch Villa

17.11.09

Eisenbahn in der Kunst

Heute besuchte ich die Ausstellung „Transfer – Feininger zeichnet“ Lokomotiven und Eisenbahnlandschaften — Karikaturen — Die Blaue Vier, im Einkaufscenter "Neuen Mitte" Jena. Eine weitere Aktion zum Bauhausjahr 2009. Schön die Idee, Kunst aus seiner musealen Behausung in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Das der deutsch-amerikanische Maler, Grafiker und Karikaturist Lyonel Charles Adrian Feininger eine besondere Affinität zu Lokomotiven und Eisenbahnlandschaften hatte, wusste ich bis dahin nicht.
Am 18. Februar 1906 reiste Feininger von München per Eisenbahn nach Weimar und musste in Jena umsteigen, dabei entstand eine Zeichnung der Gleise mit Leuchtsignalen am Westbahnhof.
Während ich die Ausstellung und Erklärungen der Blauen Vier (Feininger, Jawlensky, Kandinsky und Klee) betrachtete, fiel mir ein, dass sich in meinem Besitz auch ein Zeugnis "Eisenbahn in der zeitgenössischen Kunst" befindet.
Über eine geraume Zeit bekam ich, in regelmäßigen Abständen, Eisenbahnwagons der Firma Märklin geschenkt, ohne jemals je eine Schiene besessen zu haben. 1994 sollte Märklin für eine Ausstellung "Züge, Züge" limitierte Sondermodelle herausgeben. Zu spießig erwies man sich, als das Produkt die Entwicklungsabteilung verließ. Der Aufdruck Helmut Newtons "Smoking Nude" 1991 (der eine kniende Nackte mit hochgerecktem Hinterteil, aus deren Mund Rauch wie bei einer Dampflok quoll, zeigte) durfte das Werk nicht verlassen und der "Fehldruck" wurde eingestampft. Die wenigen Exemplare, die doch den Weg in die Freiheit fanden, betrachte ich als die blaue Mauritius der Modelleisenbahn. Dieser Zusammenhang wurde mir heute klar.

Wer Lyonel Feininger in einer größeren Ausstellung sehen möchte, den verweise ich nach Apolda. Das Kunsthaus Apolda Avantgarde zeigt noch bis Ende Dezember Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen und Holzschnitte in der Ausstellung: Lyonel Feininger und das Bauhaus Weimar - Dessau - New York.


Wenn ich nun noch meine blauen Mauritius versilbern könnte, wäre ich aus dem Gröbsten raus Villa

15.11.09

It's better to burn out than to fade away

"Es ist besser auszubrennen, als langsam zu verblassen." sang Neil Young 1979. Diese Woche feierte er seinen 64. Geburtstag. Als Musiker war er für mich ein Meilenstein meiner Musikentwicklung. Im vergangenen Jahr konnte ich ihn live bei einem Konzert in Coburg erleben. Was für ein Konzert, was für ein Musikerlebnis. Vom ersten Ton an Neil Young in Hochform. Die balladesken Stücke, die elektronischen Kracher einfach nur der Hammer. Gemeinsam mit fünf "alten" Männern, alle samt Freunde der Woostock-Ära, war ich wie im Trance bei diesem Konzert. Als dann beim letzten Song die vier Seiten der Les Paul zu Klump ging, war für die Fans, in der traumhaften Open-Air-Kulisse auf dem Schlossplatz, ein Traum wahr geworden. Für mich auch!

Lichterloh in Flammen Villa

14.11.09

Martinsgansessen in Jena

Den traditionellen Festtagsbraten zu St. Martin am 11.11. probierte ich im "Haus im Sack". Wieder habe ich feststellen können, dass die Betreiber dieser Gaststätte, Jenas graue Gastro-Wüste grüne Gastro-Wiese erfolgreich begrünen.


Nachdem ich noch im September diese launischen Schnabelschar kreuz und quer über Thüringer Wiesen jagte (aktives Muskelfleischtraining), wollte ich am Martinstag das Ergebnis überprüfend auskosten. Dass sie sich wirklich auf heimischen Wiesen fett gefuttert hatten, dessen vergewisserte ich mich höchstpersönlich vor dem Mahl in der Küche.

Viele Legenden und Bräuche ranken um die Martinsgans. Vom ritterlichen Reiter, der mit dem frierenden Bettler den Mantel teilt und sich später im Gänsestall versteckte, um der Wahl zum Bischof zu entgehen bis zur watschelten Schnatterschar, die seine Predigt störte ist die Rede.
Mir leuchtet am meisten diese volkstümliche Erklärung ein: Hauptzinstag

Am Martinstag begann das neue Wirtschaftsjahr des Bauern, dem Gesinde wurden die Löhne gezahlt, neue Pachtverträge wurden geschlossen und Steuern abgeführt, Knechte und Mägde konnten, wie an Lichtmess, den Dienstherrn wechseln. Zu Martini wurde das Vieh geschlachtet, das aus Kostengründen nicht den ganzen Winter hindurch gefüttert werden sollte. Dazu gehörten die Gänse; so ergab sich der Brauch, am Martinstag Gänsebraten zu essen. Die Gans war auch eine bevorzugte Zinsbeigabe an den Grundherrn, Tribute waren oft bezahlbar in Form von Gänsen.

Nun, mein Zinseszins wird das Hüftgold sein, welches ich im Laufe der Zeit anhäufe, aber Gold liegt ja zur Zeit bekanntlich GANS hoch im Kurs.


Im Sack wird die kulinarische Tradition mit Geschichte zu Kartoffelklößen, Wirsing und Rotkohl serviert, sehr reichlich und gut gewürzt. Auf Gänsewein (Wasser) haben wir verzichtet, stattdessen den guten Tropfen von Saale/Unstrut gewählt.

In Indien steht die Gans als Vogel der Weisheit und Reinheit in allerhöchstem Ansehen. Wenn man da als Großgans bezeichnet wird, als Mahahamsa, dann ist das ein unglaubliches Kompliment.

Gänseliesel Villa

08.11.09

Fanø - eine Trauminsel

Jedes Jahr im Herbst verbringe ich mit Freunden und Familie eine Woche in Dänemark. Der November bietet ungeahnte Schönheiten an Ost- und Nordsee.
In diesem Jahr war es die nördlichste Insel im fantastischen Wattenmeer (ab 2010 ein Teil des Nationalparks). Fanø, nur mit der Fähre zu erreichen (der Preis dafür grenzt allerdings an Wegelagerei.), ist nur 16 km lang und 5 km breit.
Alles neu macht der Herbst, zumindest in Sønderho, der Inselperle, dem vielleicht schönsten Dorf Dänemarks. Hier rangiert Qualität vor Quantität und zur Zeit werden die Reetdächer in bewährter Tradition aus Naturbaustoffen neu gedeckt.
Phantastisch die weitläufigen, wüstenähnlichen Sandbänke, der Abschnitt für Autos ist 500 Meter bis 1 km breit und 12 km lang, verführten uns zu einer Auto-Strand-Rallye. Das Gefühl, dort lang zu fahren, war so genial, dass ich nach 18 Jahren Fahrabstinenz selbst wieder ans Steuer wollte und auch gefahren bin. Die Insel ist auch ein Eldorado für Drachenflieger und Tierbeobachtungen. Die Rehe und Vögel spazierten ganz gelassen um unser Ferienhaus. Mit dem Holzkutter M/S Fanø begaben wir uns auf Robbensafari. Bei schönem Wetter kann jeder, bei 5°C und eisigem Seewind waren wir dagegen die einzigen Verrückten, die sich auf hohe See wagten. Begleitet hat uns dabei der Musiker Peter Uhrbrand, welcher die Fanø-Musiktradition hochhält und sie mit Jazz mischt. Musiziert hat er nicht an Deck, aber uns schön die Robbenpopulation der Region erklärt. Endlich kennen wir den Unterschied zwischen Seehunden und Kegelrobben. Auch auf der Suche nach Göttertränen - den goldgelben Schätzen des Meeres - waren wir erfolgreich. Zum Bau eines neuen Bernsteinzimmers reichte es aber nicht und der aufrechte Gang fiel schwer nach der Suche.

Spannend war wie immer unsere Speisefolge. Internationale Köstlichkeiten standen ebenso auf dem Plan wie frischer dänischer Seefisch. Zur Steierischen Kürbissuppe mischten wir Tupinambos, am Jenaer Jenzigberg eigenhändig angebaut. Bei der Käseplatte hatte sich der verführerische Franzose mit dem bodenständigen Harzer vermählt.
Eine Spezialität und Fanøs Nationalgericht ist "Bakskuld". Ein frisch, gesalzener, geräucherter und getrockneter Flachfisch, welcher enthäutet, in der Pfanne gebraten und zu Schwarzbrot gegessen wird. Lecker!

Das Wertvollste an dieser Woche war die gemeinsame Zeit, die wir mit Freunden, meinem Bruder und seiner Frau hatten.






Nebelbunte Herbstgrüße Villa

18.10.09

Mord im Esplanade und Urknall im Schwarzen Bären

Gleich zwei Spitzenleistungen sogenannter Erlebnisgastronomie konnte ich am Wochenende genießen. Diese Mischung von Kultur, Interaktion und Galadinner erfreut sich zunehmender Beliebtheit im Städtchen und ich halte immer Ausschau nach solchen Events.

"Herr Ober, die Leiche bitte!" hieß das mörderische Vergnügen im Steigenberger Esplanade. Zwischen Tranchen von Rauch- und Graved Lachs auf marinierten Zucchini am Salatgesteck mit Frischkäse und Cremesuppe von zweierlei Paprika vergnügte sich unsere illustere Gesellschaft bei einer Antiquitätenauktion des Baron von Tique im Berliner Saal des Esplanade. Ein Schuss, die Leiche des Barons und alle Gäste wurden mit einem Schwur (rechte Hand aufs Herz) zu Hilfssheriffs vereidigt. Häppchenweise bis zur Maispoulardenbrust auf Rahmsauce mit Blue Stilton zu Apfel-Wirsinggemüse und Gratinkartoffeln wurden uns von der tollen Schauspieltruppe kleine Hinweise zu einer Indizienkette serviert. Das beschränkte sich nicht nur auf den Saal, die ganze Hoteletage wurde zum Tatort. Etwas verwirrt auf den Toten und die aufgeregten Leute reagierte ein Ingolstädter Fußballspieler, der mit seiner angereisten Mannschaft im Hotel Quartier bezogen hatten. (Ich vermute der Spielverlust 2:0 gegen die Jenaer Mannschaft kann damit erklärt werden). Noch vor dem Dessert After Eight Mousse mit Whisky-Kirsch-Parfait war das völlig versiffte Büro des ermittelnden Beamten einzusehen und wir rekapitulierten unsere bisherigen Ermittlungsergebnisse. Der ganze Ablauf war so witzig und unterhaltsam gemacht, dass es kein Problem war, als die Einzeltische aufgefordert wurden, ihre kriminalistischen Fähigkeiten gemeinsam unter Beweis zu stellen und ihren Täter aus der Verdächtigenriege zu benennen . Unser Tisch nannte sich "Soko One" und wir lagen mit unserer Täterauswahl richtig. Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett, ich hatte Heimvorteil!
Murder Mystery Dinner - Erlebnisgastronomie


"Das Brimborium schlägt zurück...ein kulinarischer Genuss in 4 Gängen zwischen Kabarett, Theater und Comedy" offerierte uns das Hotel & Restaurant Schwarzer Bär Jena. Mit neuer Bühne und neuer eleganter Bestuhlung war der Spiegelsaal Spielstätte des Schlemmerkabaretts.
Eine erfolgreiche Reihe, die wir bereits vor einem Jahr genossen, fand seine Fortsetzung. Wieder dabei, die Urvögel und mir gefiel ihr Programm diesmal besser. Es war frischer, moderner und unterhaltsamer.
Im kulinarisch etwas tristen Jenaer Allerlei war dieses Dinner ein großer Lichtblick!
Ausgewogen, kraftvoll gewürzt die Samtsuppe von Petersilienwurzel mit Lachsnocken, phantastisch dekoriert und ein Gaumenschmaus par excellence die Seeteufelkrustade an Artischocken und Ingwerreis. Genial für uns das Rosè gebratene Filetstück vom Rind mit Baumpilzen dazu Grünkohl-Kartoffelstampf. Auch beim süßen Abschluss Variationen von Gefrorenem, Gebackenem, Granadaschokomus in Chili und Stürzkrem bot die Patisserie Bemerkenswertes. Dies war ein Dinner, welches sich lange an meinen Erinnerungssynapsen festbeißen wird. Dass die Weinauswahl im Bären meiner Vorliebe für regionale Weine entgegen kam und der Service sehr aufmerksam und umsichtig agierte, erhöhte meine Freude an diesem Abend. Wie im letztem Jahr sangen die Gäste bei der Zugabe gemeinsam den Lola-Titel und an der Lautstärke konnte ich deutlich erkennen, es hat allen gefallen.
Dem Gatten habe ich angedroht, dass nun Schmalhans unser Küchenmeister wäre, diese Dinner müssen erst mal verdaut werden.
Tafelfreuden sind sinnliche Vergnügungen Villa

15.10.09

Kleine Modellbau-Welt ganz groß

Erneut, wie schon einmal vor vier Jahren, begeistert ein opulentes Circus- und Kirmes-Spektakel Jung und Alt in der Goethe Galerie. Im Halbstundentakt wird die mit viel Liebe und Akribie zur Detailarbeit erschaffene Miniaturwelt zum Leben erweckt und so manch einer möchte wohl seinen Spiel- und Basteltrieb bei diesem fabelhaften Anblick wiederbeleben.
Die fast 8000 handbemalten Figuren und mehr als 30000 Einzelobjekte wurden von Hand aufgestellt. Ich hoffe, es gibt keinen Domino-Effekt, sollte eine der Zuschauerfiguren, welche die Szenen rahmen
, mal umfallen. Claus Lusch ist der Erbauer des weltweit größten Modellbaucircus im Maßstab 1:87 und Karl-Heinz Rockstroh der Initiator der wundersam, lebendigen Kirmeswelt. Da die Ausstellung mit dem Beginn der Schulferien zusammenfällt und uns auch zwei Wochen erfreut, werde ich sicherlich mit Enkelkind dort zu finden sein.
Beeindruckt von Modellbaukunst Villa

11.10.09

Künstlerische Inspiration

Kein halbes Jahr ist es her, da reiste ich mit Cuentacuentos nach Dänemark zu meinem großen Bruder. Die beiden hatten in einer erfolgreichen gemeinsamen Arbeit ihre Talente vereint und, sich gegenseitig inspirierend, die Projekte Untertext1 und Untertext2 öffentlich gemacht. Während dieses sehr schönen Aufenthaltes auf der Insel Fünen sandte uns mein kleiner Bruder Phillipp diese Zeichnung:


Wir waren einhellig der Meinung, da sei viel Potenzial und schickten unsere Lobeshymnen nach Jena. Seither, hat er wie im Rausch gemalt. Familie, Freunde und Arbeit mussten zurückstehen, während er verschiedenen Techniken und Materialien ausprobierte - immer auf der Suche.

Da der amerikanische Maler Edward Hopper ihm besonders gefiel, er aber keine Zeit hatte, sich Bücher zu beschaffen, sie alle zu lesen und im Web zu surfen, um sich ausführlich mit seinen Werken vertraut zu machen, übernahm Christa das für ihn. Auch sie fesselte die Aufgabe, sich einer Person und seinem Werk anzunähern. Herausgekommen ist die wohl umfangreichste, akribischste Biografie in Bildern über Hopper in der gesamten Blog-Hemisphäre. Die Synergien, die sich so nachhaltig ergeben haben, bewundere ich. Als Zaungast, der manchmal auch ein Bild abstauben konnte (Phillipp, wo bleibt das versprochene Bild vom Kandinsky-Sonntag?) sehe ich diese künstlerische Befruchtung mit staunenden Augen.


Zaungast Villa mit Hochachtung an Christa und ihre Brüder

09.10.09

20 Jahre nach dem 9.Oktober in Leipzig





Weil ich kränkelnd danieder liege und somit Zeit zur Reflexion habe, schweifen meine Gedanken immer wieder die Vergangenheit. 20 Jahre ist es schon wieder her, seit wir am 9. Oktober in Leipzig auf die Straßen gingen. Unsere Hauptforderungen, Freiheit im Denken und Handeln ohne politische Doktrinen und natürlich uneingeschränkte Reisefreiheit, fanden damals während der großen Montagsdemonstrationen weltweit Gehör und läuteten die Wende ein. Zu DDR-Zeiten kaum aus dem Land herausgekommen, haben wir nach der Wende viele Länder bereist. Unsere schönsten Reisen habe ich nun in klitzekleine Minicollagen gepresst und ich schwelge in Erinnerungen. Die tropischen Regenwaldgebiete haben mich dabei am meisten interessiert und in Thailand, Bali, Mexiko, Cuba und Venezuela hatten wir Gelegenheit in die grüne Pracht einzutauchen. Mit dem Reiseticket einer privaten Borneo-Reise in der Tasche steigert sich meine erneute Vorfreude auf diese faszinierende Vegetation, Tierwelt und die Menschen dort.















Der Gatte mit Schweizer Freund T. in Leipzig 89

Dem Wunder von Leipzig am 9. Oktober 1989 sei Dank! Villa

PS Seine Pestilenz wartet auch mit dem Thema auf und zeigt in einer Wanderausstellung: "Besenrein - Ästhetik des Aufgebens" Fotodokumente der Hinterlassenschaft. Sehr eindrücklich!

03.10.09

Kochduell am Einheitstag

Die für mich vortrefflichste Errungenschaft nach Mauerfall war natürlich die Reisefreiheit und die Freiheit meine Kontakte zu Menschen anderer Länder frei zu wählen. Auch heute 20 Jahre später bin ich noch dankbar dafür.
Letzte Woche schickte mir mein Öldealer InterNETTfreund Wolfgang aus der Steiermark, herbstliche Produkte seiner Heimat.
Da der Gatte ein eingeFLEISCHter Thüringer ist, versuchte ich ihn heute von dem köstlichen Geschmack einer Kürbis-Ingwer-Suppe zu überzeugen. Ob sie vor seinen Augen und Gaumen Bestand hielt, oder er doch der Rinderbrust mit Merretich-Apfel-Sauce den Vorzug gab, konnte nur er entscheiden.
Als Schaumkrönchen besuchen wir jetzt eins der drei Brückenfeste in Jena. Ich muss mich nur noch entscheiden, ob ich zur Brücke nach Kunitz, Wenigenjena oder Burgau will.
Kein Einheitsbrei am Einheitstag Villa

PS Morgen wandert die Thüringer Blogzentrale