Diese Zeile aus dem "Erlkönig" der Ballade von Goethe, passte zu meiner Einladung am Pfingstsonntag. Brunch eine ideale Erfindung für Langschläfer, bei denen es für ein Frühstück schon zu spät und für ein Mittagessen noch zu früh ist, wird in Jena immer beliebter. Auf den Andrang waren wir nicht vorbereitet, das Wetter war mäßig und so zog es die Gäste ins Innere des R2. Für uns blieb nur ein kühler Tisch vor der Tür, mit Blick auf die friedliche Marktplatzruhe. Für einen Preis von 11.99 Euro bekommt der Gast in der R2 Restauration ganz schön was geboten. Da hat es mich auch nicht weiter gestört, dass die Hauptgerichte geschmacklich nicht so der große Knaller waren. Es war alles vorhanden um gemütlich zu Brunchen, der Service war schnell und freundlich. Das R2 gefällt uns mit seiner zeitlos, modernen Ausstattung und einen wunderbaren Weißwein (Burgscheidung Veitsgrube) bieten sie außerdem an. Unser Fazit war positiv, besonders durch das gute Preisniveau.
Dermaßen gestärkt, beschlossen wir am frühen Abend die kurze Kunitzrunde zu pedalieren, auch der dunkle wolkenverhangene Himmel konnte uns nicht abhalten. Am Ende dieser ca 11 Kilometer kurzen Strecke halten wir immer am Erlkönigdenkmal in der Nähe des Schloss Thalsteins. Da ich erfahren hatte, dass Freunde aus Bremen auf dem Campingplatz Jena waren, führte uns unser Weg zum 1. Mal überhaupt dorthin. Unweit des Ostbades, also in unmittelbarer Stadtnähe liegt der Zeltplatz. Witzigerweise fungiert eine ausrangierte Jenaer Straßenbahn als Rezeption und Platzkneipe. Ein überaus charmanter junger Mann erklärte uns das "Humangehege", wies auf seine Internetseite hin und servierte den Saalewein zu einem unschlagbaren Preis. Das wir schließlich doch noch nass wurden, lag daran, dass wir uns bis zum späten Abend nicht von diesem idyllischen Ort trennten.
