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15.09.13

Le Gourmet 2013 in Leipzig - die Messe für Genießer

Eine spannende Messe für Feinschmecker findet zurzeit in den traditionellen gläsernen Messehallen Leipzigs statt. Das Messemännchen von Kunstpreisträger Gerhard Behrendt, der auch das Sandmännchen erschuf, begrüßt wie eh und je die Besucher der Le Gourmet 2013 im Eingangsbereich.


Auf kulinarische Entdeckungsreise können sich Feinschmecker, Profi- und Hobbyköche begeben und Delikatessen aus dem In- und Ausland probieren. Showbühne, Mitmachküche und Kurse sowie Tischkultur zeigen die Vielfalt des Zeitgeistes beim Essen.


Da laufen einem in den Messehallen schon mal so renommierte Starköche wie Stefan Marquard, Carsten Dohrs und Thüringens Sternekoch Marcello Fabbri (den ich außerordentlich schätze) über den Weg. In der Bildmitte ist der Rebell der deutschen Küchen-Szene Stefan Marquard mit seiner Mannschaft zu sehen.


Sehr eindrücklich waren die fingerfertigen Gemüseschnitzer des Food Artistik e.V., die aus Riesenkürbissen Miniaturen aus dem chinesischen Kaiserpalast, der Verbotenen Stadt nachschnitzten. Man kann sich auch zu Kursen anmelden und das "ABC des Schnitzens" erlernen.


Zwei Wettbewerbe laufen während der Messetage.
Zum einen glühen die Herdplatten beim "Internationalen Leipziger Preis der Köche", dem höchstdotierten Preis seiner Art im deutschsprachigen Raum. Eine internationale Jury und das probierfreudige Publikum bewerten dabei im Wettbewerbsrestaurant die jeweils auf Ying-Yang-Tellern angerichteten Menüs zweier Teams.
Zum anderen der "Innovationspreis Leipzig Exklusiv" unter der Jury des Sternekochs Marcello Fabbri aus dem Gourmetrestaurant "Anna Amalia" in Weimar. Das Thema: "Risotto mit Biss, von original bis originell"


Tafelkultur mit schönem Interieur ist auch ein Thema der Messe und ich war von den tollen Tischarrangements begeistert.


Leider habe ich den Vortrag "Wild und Pilze" verpasst und mich auch nicht zu einer Kursteilnahme Kürbisschnitzen angemeldet. So wird mein Kürbis im Hinterhof weiterhin die blaue Bank schmücken und die reichlichen Krause Glucken-Funde wurden schon traditionell verarbeitet und verspeist.


Villa, von der Le Gourmet inspiriert.

Wie immer gilt: Doppelklick macht Bilder groß

11.06.12

DIE ÄRZTE heizen Leipzig Arena auf

                                 Ist das noch Punkrock?

                                                                         oder

                                                    Nichts ist unmöglich.

                                      BelaFarinRod am 7.6. in LEIPZIG



Ganz klar sind manche Dinge unmöglich, und ganz klar war das kein Punkrock, was Deutschlands beständigste Dreifaltigkeit am Abend des 7. Juni in der Arena Leipzig vor über 10.000 Zeugen ablieferte. Wäre dem so, wie unverändert, um nicht zu sagen scheintot, müssten wir alle wohl sein? 

Sich in der Hoffnung getäuscht zu sehen, die Ärzte wären noch die Band von vor 30 oder auch nur von vor zehn Jahren und darüber zu jammern, weil dem nicht so ist, einen nicht die gleiche Gänsehaut überläuft, nicht derselbe herrliche Stich ins Herz fährt bei einem ihrer genialen Liebeslieder, ist nicht weniger bescheuert als anzunehmen, dass unser Lieblingstrio jemals wieder „Männer sind Schweine“ in einer seiner Galas zum Besten geben wird. Unmöglich, oder?

Aber was soll’s? Wir alle verändern uns ständig, werden älter, hässlicher, fetter und eitler. Daran hat sich seit der Zeit unserer Großeltern nichts geändert. Kein Arzt kann uns davor bewahren, aber die Ärzte machen es erträglicher. Mit ihrer selbstironischen Nabelschau sind die Herren bestens unterwegs und diese Hilfsgötzen stelle ich mir dann gerne hin und wieder ins Regal oder stelle mich selbst in die Arena, verzichte notfalls auf den Waldspaziergang mit Folgen und sogar auf TCR, was allerdings jammerschade ist. Ich hatte geglaubt, DAS wäre überhaupt nur geschrieben worden, um es live herzubeten. Amen. – Aber… so wie es war, so war es auch gut, denn sie kümmerten sich wieder um das „Hey-Hey!“, sorgten für Endorphine und die richtigen Posen. Irgendwie altbekannt und doch ganz anders. 

Es gibt nichts Besseres zu tun, als die Ärzte zu hör’n! Unmöglich, oder? 

Phillipp


Halleluja Phillipp,
das war ja wieder ein Ärzte-Konzert, das uns alles abverlangte. Drei Stunden (39 Lieder) atomisiert durch die Kraft des Rocks. Drei Stunden körperliche Verausgabung bei gefühlten 60°C im Innenraum der Arena. Meine Blessuren sind am Abheilen. 
Die drei Götter aus Berlin zelebrierten das Konzert mit großem Unterhaltungswert und einer gut gewählten Setliste. Wer wollte, konnte den Konzertmitschnitt des Abends inklusiver der Ansagen auf einem USB-Stick gleich mitnehmen.


 Ärzte TCR: "Wir kümmern uns um den Rock
                       wir sorgen für die musikalische Begleitung
                       und niveautechnische Grenzwertunterschreitung"

Villa nach dem Arztbesuch

02.06.12

Genussvolle Verführung - Das Ende ist noch nicht vorbei

Während sich meine hochgeschätzte Blogfreundin Sandy (Confiture-de-vivre.de) bei einem aufregenden Foodstyling und Foodphotographie Workshop in Südfrankreich mühte, ihr Wissen über Foodfotografie zu erweitern, habe ich im Verlauf unseres Genussabends im Perfetto Leipzig die Hausfrauenkamera einfach nur draufgehalten. Schließlich wäre es ja unpassend, bei einem außerhäusigen Dinner die Spiegelreflexkamera auszupacken und ewig das perfekte Foto zu schießen zu wollen.
Bei den Köchen in der Feinkostabteilung des Perfetto Leipzig hatte ich wieder das Gefühl, Kochen ist nicht nur Beruf, sondern Berufung und gutes Essen hat immer Konjunktur.


Meine Vorliebe für Weine aus der Region wurde an diesem Themenabend mit ausgesuchten Spezialitäten von Sachsens ältestem und größtem privaten Weingut "Schloss Proschwitz" sehr gut bedient. Das Fünf-Gänge-Menü konnte sich sehen und vor allen Dingen schmecken lassen. Bei der Trilogie vom Thunfisch war es das aufregende Tatar, welches besonders mundete und die Tomatenessenz beim 2. Gang hatte eine Farbe, die ich nie Tomaten zugeordnet hätte. Bei meiner Nachfrage erklärte man mir, der klare Sud entsteht durch ganz langsames Passieren durch ein Tuch. Zum Waldpilzrisotto reichte man uns einen sehr filigranen Weisburgunder von 2011 und zum perfekt gebratenen Rinderfilet (drei Stunden! bei 80 °C im Ofenrohr nachgegart) einen im Barrique-Fass ausgebauten Spätburgunder, der auf meinem Gaumen eine leichte Ahnung von Kirsche, Johannisbeere und Holz hinterließ.


Mein Leipzig lob ich mir und schon kommende Woche freue ich mich riesig auf den Live-Auftritt der "Ärzte" mit ihrem neuen Tour-Programm: Das Ende ist noch nicht vorbei. Es wird sicher keine "zeiDverschwÄndung" und nein, ich habe nichts Besseres zu tun. Die neue Scheibe dudelt schon einige Zeit in heimischer Umgebung und ein paar Lieblingsstücke haben sich schon ins Ohr geschlichen.


Villa lässt sich gerne verführen, von gutem Essen und den ÄRZTEN sowieso.

28.05.12

Schwarz macht Leipzig bunt - Wave-Gotik-Treffen Leipzig 2012

Zum 21. Mal war die Sachsen-Metropole Leipzig an diesem Pfingstwochenende Schauplatz für das Wave-Gotik-Treffen (WGT). Die Teilnehmer an diesem Musik- und Kulturfestival sind gern gesehene Gäste in der Stadt und die Leipziger begegnen ihnen mit großer Toleranz. Die etwa 20000 Gäste aus aller Welt lassen auch viel Geld im Stadtsäckel, 15 Millionen Euro, las ich in der Leipziger Volkszeitung.




Ich kenne mich in den Subkulturen des typischen Spektrums dieser Szene nicht aus, für mich war es ein riesiges Schaulaufen. Viele dieser Paradiesvögel schufen ein aufwendiges Ensemble an Outfits, Frisuren und Make-ups, sie stellten sich stets freundlich den unzähligen Kameras.




Wahre Kunstwerke wurden erschaffen und so manch eine der Gothic People bewegte sich im Schutz der Masse sehr frei, gewagt freizügig.


Egal ob viktorianisch, Lolita, gruftig oder Cyber-Outfit, mich hat die Vielfalt und Fantasie der WGT-Teilnehmer beeindruckt: Reifröcke und Korsetts, Regenschirme, Ringe, Schnallen, Perlen, Schminkschnickschnack und Schuhe, ja besonders das Schuhwerk war oft sehr ausgefallen.




Als stiller Zuschauer fragt man sich, was sind das eigentlich für Zeitgenossen, die alljährlich diese bunte Vielfalt in Schwarz bereichern. Unter meinen WGTweets fand ich Dr. Christian Spannagel, Professor für Mathematik und Mathematikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, auch er war im Frack und Zylinder unterwegs und zwittscherte als @dunkelmunkel über das Geschehen in der Stadt.



Sehr gefallen hat mir die Neugestaltung der Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig. Vor der großartigen Glasfassade posierte es sich besonders eindrücklich.




Einer der vielen Veranstaltungsorte war die Oper Leipzig und der Andrang zum Konzerthöhepunkt, ein Opernauftritt mit der Weltstar-Sopranistin Montserrat Caballé aus Barcelona, war riesig.




Diesem opulenten Augenschmaus folgte am Abend noch ein ganz besonderer Gaumenschmaus, von dem ich noch schöne Fotos habe. Aber es würde diesen Bericht sprengen, wenn ich dies auch noch verwurschteln würde. Zur besseren Optik der Bilder, klickt einfach doppelt auf die Collagen.

Wie so oft danke ich Phillipp und seiner Familie für die Begleitung und wünsche viel Spaß bei der weiteren Pfingstreise in Dresden.

Villa, Otto Normalbürgerin ohne Schminke und Haarteil

10.04.11

Haupthansestadt Leipzig

Mit liebenswürdiger Unbescheidenheit unterhielt uns unser Leipziger Bootsführer vom Herold Bootsverleih während einer Tour durch die Wasserstadt Leipzig. Entlang der Weißen Elster und des Karl-Heine-Kanal genossen wir eine der größten geschlossenen Auenlandschaften Europas.Nur noch 8 Kilometer fehlen dem Kanal bis zur Verbindung mit der Saale, aber ehe die das Geld zusammen gemauschelt haben, dauert es noch ein Sück. Dann sind wir Haupthansestadt und haben Anbindung an alle sieben Weltmeere, meinte sinngemäß der Bootsführer. Die Gewässer, die zu DDR-Zeiten biologisch tot waren, haben sich so erholt, dass wieder 17 Fischarten z. Bsp. Aal, Hecht und Zander die Anglerherzen erfreuen. Wunderschöne Graureiher flogen über uns hinweg und im Uferbereich tummelten sich fettgefütterte Nutrias, Bärlauch rochen wir an allen Ecken.
Am meisten beeindruckt hat mich der zahlreiche, sehr attraktive Wohnraum, welcher aus alten Industriebrachen geschaffen wurde. Wasser zieht Leute an und Leipzigs steigende Einwohnerzahl zeigt, dass sich die Stadt der baukulturelle Aufgabe stellt. Große Pläne hat der Gewässerverbund "Leipziger Neuseenland". Der vom Bergbau geprägter Industrieraum wurde zu neuen Seen geflutet und soll nun mit den Fließgewässern und Kanälen der Stadt Leipzig bootsgängig verbunden werden.

Kulinarisch blieben wir beim Thema, als wir im "Leipziger Genuss-Reich" Perfetto den Abend "Hummer ist der beste Koch" antraten. Schon vor Monaten gebucht, waren wir auf das Menü sehr gespannt. Nach der Hummer-Whisky-Terrine an Safran-Sauce und einem Hummer-Crèmesüppchen gab es Kanadischen Hummer satt, ebenso unbegrenzten Ausschank von Champagne Jacquart Brut Mosaique.
Die kanadischen High Pressure oder HP Lobster werden nach einer neuen Technik augenblicklich und schmerzlos (animal welfare) direkt nach dem Fang getötet und nicht mehr lebend ins kochende Wasser geworfen.
Es war anfangs eine eigentümliche Atmosphäre in einem riesigen geschlossenen Kaufhaus zu dinieren, doch dieses Gefühl verflog rasch. Unsere charmante Kellnerin trug ihr Herz auf der Zunge und war sehr aufmerksam und flink. Mehr essen, als essen kann man nicht und bei uns war das Sättigungsgefühl nach zwei Hummern restlos erreicht. Staunend beobachtete ich einen Herrn, der vier Hummer schaffte. Nach Mitternacht verließen wir das Kaufhaus auf verschlungenen Wegen, vorbei an einer Parade nackter Kaufhauspuppen.

Am heutigen Sonntag beendeten wir unseren Ausflug auf der Sonnenterrasse des Pier 1 am Cospudener See. Leider erlebten wir dort ein totales Serviceversagen. Schade, wenn man eine gute Küchenleistung (mein Bärlauchrahmsüppchen mit gerösteten Wiesenpilzen war großartig), die schöne Lage und das gute Ambiente nicht genießen kann, weil man sich so über den grottenschlechten Service ärgert.


Den Gatten konnte ich für diesen Ausflug nicht begeistern, da er nie Hummer und Co essen würde.
Villa

27.11.08

"Die Wahrheit über's Lügen"

...heißt die neue Platte von Farin Urlaub und seinem Racing Team (FURT).

Nun, allzuviel gelögen wurde nicht, dafür gab's ordentlich was auf die Öhrchen .
Und so mancher dabeigewesene, wird noch in Zeiten, in denen sein obligatorisch schwarzes FURT-Shirt bereits lange den Weg aller irdischer Baumwolle gegangen ist, ein nettes Andenken an GESTERNABEND dem Ohrenarzt seines Vertraues vorstellen . (Hörnerven regenerieren sich nicht)
Aber, das sollten die einzigen Schäden sein, die der geneigte Konzertbesucher von hinnen getragen haben müsste, denn der befürchtete Krieg vor den Bühne fand nicht statt. Eher ein mittlerer Straßenkampf-schließlich man kann ja nicht alles haben gelle?
Alles war feucht-freundlich-friedlich, so machen die Leipziger scheinbar alles, nicht nur möchtegern Revolutionen.
Das FURT spielte u.a.so ziemlich alles seiner neuen Platte, und wir müssen bekennen, das es sich halt immer rächt, wenn man sich bei der Konzertanfahrt nicht die aktuelle Scheibe praktisch intravenös und exzessiv einverleibt.
Den Titel bester Song des Abends gebührt meiner Meinung nach "NichtimGriff". Ziemlich eingängig und vermutlich auch deshalb auch als erste Singleauskopplung der "Wahrheit über's Lügen" daherkommend....
Guckst Du hier:

Lieben Dank sei hiermit nochmal an Stibi gesagt, der tapfer sein altes Schlachtross zu Verfügung stellte, um uns alle mehr oder weniger heil, gequetscht oder liegend zur Arena zu fahren. So hatten wir auch noch genügend Saft und Kraft, dem zahlreich anwesenden Jungvolk in puncto zappeln eine Lehre zu erteilen! (um erst auf dem Nachhauseweg gepflegt und diskret in Nebenstraßen an Erschöpfung zusammenzubrechen, wie es sich für uns 5 Rentner gehörte)
Fazit: ein schöner Abend!
PS. Villa und Ihr Göttergatte sollen angeblich die ganze Nacht nicht zum erliegen gekommen sein! (kann aber auch nur sein, dass Ihr Zimmer zum hinlegen einfach nicht groß genug war...)

Veranstaltungskalender Heute: IKEA und "Ein Quantum Trost " im CineStar, Gott allein weiß, warum.
Phillipp

18.12.07

Perfetto

Weihnachsvorbereitungen der besonderen Art haben Phillipp und ich heute getätigt. Da es in unserem Saalestädtchen erwiesenermaßen kein richtiges Fein-Kost Paradies gibt, fuhren wir nach Leipzig um im "Perfetto" erlesene Zutaten für das Festmahl zu kaufen. Stundenlang verweilten wir dort und konnten uns an den Köstlichkeiten gar nicht satt sehen. Der "Heili" hat Zutaten erworben, die mir schon beim Kaufen den Pawlowschen Reflex (Speichelsekretion, der nicht erst beim Fressvorgang beginnt, sondern bereits beim Anblick der Nahrung) erzeugte. Danke auch für die Einladung zum Essen, mein Lammfilet war genial! Für unser großes Thema Pilze gab es auch Neues. Phillipp kaufte China Kräuterseitlinge und Spitzmorcheln, ich probiere die China Pom-Pom-Blanc-Pilze. Diese exotischen Pilze werden von Kennern als absolute Delikatesse geschätzt.
Wenn ich nun auch noch alle meine Geschenke komplett hätte, könnte Weihnachten kommen. Ja wenn!!!
Noch 6 Tage Villa