Den traditionellen Festtagsbraten zu St. Martin am 11.11. probierte ich im "Haus im Sack". Wieder habe ich feststellen können, dass die Betreiber dieser Gaststätte, Jenas graue Gastro-Wüste grüne Gastro-Wiese erfolgreich begrünen.
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Nachdem ich noch im September diese launischen Schnabelschar kreuz und quer über Thüringer Wiesen jagte (aktives Muskelfleischtraining), wollte ich am Martinstag das Ergebnis überprüfend auskosten. Dass sie sich wirklich auf heimischen Wiesen fett gefuttert hatten, dessen vergewisserte ich mich höchstpersönlich vor dem Mahl in der Küche.
Viele Legenden und Bräuche ranken um die Martinsgans. Vom ritterlichen Reiter, der mit dem frierenden Bettler den Mantel teilt und sich später im Gänsestall versteckte, um der Wahl zum Bischof zu entgehen bis zur watschelten Schnatterschar, die seine Predigt störte ist die Rede.
Mir leuchtet am meisten diese volkstümliche Erklärung ein: Hauptzinstag
Am Martinstag begann das neue Wirtschaftsjahr des Bauern, dem Gesinde wurden die Löhne gezahlt, neue Pachtverträge wurden geschlossen und Steuern abgeführt, Knechte und Mägde konnten, wie an Lichtmess, den Dienstherrn wechseln. Zu Martini wurde das Vieh geschlachtet, das aus Kostengründen nicht den ganzen Winter hindurch gefüttert werden sollte. Dazu gehörten die Gänse; so ergab sich der Brauch, am Martinstag Gänsebraten zu essen. Die Gans war auch eine bevorzugte Zinsbeigabe an den Grundherrn, Tribute waren oft bezahlbar in Form von Gänsen.
Nun, mein Zinseszins wird das Hüftgold sein, welches ich im Laufe der Zeit anhäufe, aber Gold liegt ja zur Zeit bekanntlich GANS hoch im Kurs.
Viele Legenden und Bräuche ranken um die Martinsgans. Vom ritterlichen Reiter, der mit dem frierenden Bettler den Mantel teilt und sich später im Gänsestall versteckte, um der Wahl zum Bischof zu entgehen bis zur watschelten Schnatterschar, die seine Predigt störte ist die Rede.
Mir leuchtet am meisten diese volkstümliche Erklärung ein: Hauptzinstag
Am Martinstag begann das neue Wirtschaftsjahr des Bauern, dem Gesinde wurden die Löhne gezahlt, neue Pachtverträge wurden geschlossen und Steuern abgeführt, Knechte und Mägde konnten, wie an Lichtmess, den Dienstherrn wechseln. Zu Martini wurde das Vieh geschlachtet, das aus Kostengründen nicht den ganzen Winter hindurch gefüttert werden sollte. Dazu gehörten die Gänse; so ergab sich der Brauch, am Martinstag Gänsebraten zu essen. Die Gans war auch eine bevorzugte Zinsbeigabe an den Grundherrn, Tribute waren oft bezahlbar in Form von Gänsen.
Nun, mein Zinseszins wird das Hüftgold sein, welches ich im Laufe der Zeit anhäufe, aber Gold liegt ja zur Zeit bekanntlich GANS hoch im Kurs.

Im Sack wird die kulinarische Tradition mit Geschichte zu Kartoffelklößen, Wirsing und Rotkohl serviert, sehr reichlich und gut gewürzt. Auf Gänsewein (Wasser) haben wir verzichtet, stattdessen den guten Tropfen von Saale/Unstrut gewählt.
In Indien steht die Gans als Vogel der Weisheit und Reinheit in allerhöchstem Ansehen. Wenn man da als Großgans bezeichnet wird, als Mahahamsa, dann ist das ein unglaubliches Kompliment.
Gänseliesel Villa
In Indien steht die Gans als Vogel der Weisheit und Reinheit in allerhöchstem Ansehen. Wenn man da als Großgans bezeichnet wird, als Mahahamsa, dann ist das ein unglaubliches Kompliment. Gänseliesel Villa
