
Und jetzt spricht mir Steve Rückwardt aus dem Herzen.
wie es leibt und lebt....
| Aus Jena |



Gerade diese Herbstzeit, wenn die Touristenströme vorüber sind, bietet die Ruhe und Entspanntheit für einen gemeinsamen Urlaub mit Freunden. Die dänischen Ferienhäuser sind bestens ausgestattet mit Pool, Sauna, Kamin, Tischtennis, Billard, gemütlichen Kuschelecken und riesengroßen Küchen.
Da Internet in der heutigen Zeit ein fast unverzichtbarer Teil unseres Lebens geworden ist, sind auch die Ferienhäuser gut damit ausgerüstet. Diese Steinzeit-Facebook-Ansammlung sah ich am Strand auf der Halbinsel Kegnæs in Sonderby.
Die dänischen Freunde freuen sich in jedem Jahr auf echte Thüringer Küche und der Auftakt sind immer unsere Bratwürste. In diesem Jahr kamen sie von der Fleischerei Weber in der Neugasse Jena, dazu die beliebten Kwakbrötchen aus Jena-Ost. Wie jedes Jahr steuerte mein dänischer Bruder für die KW45 einen selbst gebeizten Lachs bei, er wog stattliche 2.8 Kilo. Sehr lecker!
Für meinen Kochbeitrag wurde ich von Sandy (Confiture de Vivre) inspiriert. Sie hat das Experiment gewagt, mit dem Jenaer Fleischermeister Petersohn in der Zwätzengasse Jena, eine südfranzösische Spezialität - Mergues herzustellen. Sandy ist eine geniale Foodbloggerin aus Jena, die gerade an der Lebensmittel Blogger-Konferenz in Santa Monica (USA) teilnimmt. Als Beilagen wählte ich Trüffelpilze, Blüten-Lavasalz-Pellkartöffelchen, gebackene Kräuterschnecken und ein süß, würziges Paprika-Zwiebel-Chutney. Die Mergues konnten durchaus dem Vergleich mit unseren Thüringer Bratwürsten standhalten.
Für die Schokoladenseiten unseres Dänemarkurlaubes wusste unsere Kuchenbäckerin immer ein gutes Rezept. Mit der Schokoladen-Birnentorte lief sie zur Hochform auf und sorgte dafür, dass wir unseren Winterspeck vor dem Winter gut ausbauen konnten.




Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Depot (freier Eintritt!) gibt es hier.


Etwas wehmütig und mit ein paar Tränchen in den Augen dankte Melchert den Sponsoren, seinen Mitarbeitern im eigenen Haus und seiner Familie, die immer an seiner Seite standen und ihn tatkräftig unterstützten. Sein ganz besonderer Dank ging an seinen Freund und den kreativsten Koch seiner Mannschaft, Thomas Gottbehüt. Er überreichte ihm all die Urkunden, Medaillen und Pokale, die er seiner Meinung nach längst verdient hätte. Ein sehr anrührender Moment.
Überragend bei der Plattenschau war wie in jedem Jahr das "Gasthaus am See" in Hainspitz, in diesem Jahr präsent durch den stellvertretenen Küchenleiter Tobias Rahnefeld.

Die Schmalspur Brockenbahn sollte uns von Wenigerode zum Brocken bringen. Ein wenig Dampf-Nostalgie steckt doch in jedem von uns. Für die etwa zweistündige Fahrt aus der Stadt, hinauf zum Brockengipfel, war ein stolzer Fahrpreis fällig. Die Züge auf der Hinfahrt waren schon dermaßen überfüllt (es wurden viel mehr Karten verkauft, als Plätze vorhanden waren) und es gab unangenehmes Gedränge und Geschiebe. Bei der anstehenden Rückfahrt kollabierte das Ganze. Lebensgefahr zum Superpreis. Alle gesundheitlichen und sicherheitsbedingten Risiken wurden in Kauf genommen um die Scharen von Passagiere wieder zurückzutransportieren. Nach dieser Zugfahrt waren alle froh, lebendig wieder aussteigen zu können. Einzig zwei betrunkene, übermütige Schweden hatten ihren Spaß, sie kletterten von dem Wagonübergang aus aufs Zugdach und fühlten sich wie in einem amerikanischen Indianerfilm. Sie nahmen freundlicherweise meine Hausfrauenkamera mit (Bildmitte).
Beim Rundgang um die Brockenspitze gaben sich Tausende und Abertausende aus Ost und West ein Stelldichein. Wir alle wollten den schönen Rundumblick genießen. Leider waren auch alle Dienstleistungen hoffnungslos überfordert. Gestresst von einem dringenden Bedürfnis habe ich das erste Mal in meinem Leben eine gut besuchte Männertoilette benutzt. Die Versorgung mit Getränken war sehr zeitraubend, aber notwendig.
Villa reist nie wieder auf den Brocken, es sei denn mit Maulesel und Zelt.