19.05.09

Villa auf Reisen, Villa bar jeder Vernunft































Ja, Holla die Waldfee! Das Kulturangebot in Berlin ist sooo riesig und die Auswahl fällt schwer. Immer wieder stand ich vor den Ankündigungsplakaten und dachte: Das möchte ich sehen, das möchte ich hören und Gott Lob schenkt mir unser beschauliches Jenastädten auch mal Ruhepausen.

Nachdem ich mich zu Hause noch grämte, dass fast alle Veranstaltungen im Köstritzer Spiegelzelt Weimar ausverkauft sind, war es ein glücklicher Umstand Karten für das Spiegelzelt "Bar jeder Vernunft" zu erhalten. Toll ausgesucht von Christa.
Rebecca Carrington räumt seit einer Zeit verdient sämtliche Kabarett-und Kleinkunstpreise in Europa ab. Mit unschlagbarem britischem Humor bediente sie auf ihrer musikalischen Weltreise so ziemlich jede Musikform, jede Sprache und jedes Länderklischee. Hochmusikalisch ging es auf der Bühne zu und als wir den nächtlichen Heimweg antraten, sangen wir uns durch Berlin. Ich habe die komplette Videoaufzeichnung der Veranstaltung und lade euch zu einem heimischen Musikabend in Villas Villa ein. Vernünftig verhielt ich mich und kam der Bitte nach, während der Veranstaltung nicht zu fotografieren... aber danach entkamen sie mir nicht.
Eine Besessene kann man nicht zur Vernunft bringen Villa

P.S. Hagen Rether für den ich in Weimar keine Karten mehr bekam, kommt am 28. August ins Volkshaus und auch da gilt: rechtzeitig Karten sichern.

16.05.09

Freunde der Tropischen Nacht in Jena

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Villas Kulturwoche hatte ihren absoluten Höhepunkt mit "GIMPELAKWA" im Botanischen Garten. In ein paar Stunden werde ich in Berlin sein und auf dem Weg dorthin meine Woche Revue passieren lassen. Da das Konzert erst gegen 22.00 Uhr anfangen sollte, haben wir uns auf dem Markt, zusammen mit der Jugendfraktion den "Tanz in den Frühling" mit der Wolf-Friedrich-BigBand angehört.
Der Botanische Garten feierte mit einer Riesenparty die Tropische Nacht.
Sowohl der technische Leiter des grünen Gartens Thomas Bopp
, als auch Robert Ackermann (Eventausrichter) zeigten sich zufrieden bei einem kurzen Plausch. Ich war hochzufrieden mit der großartigen Mucke (Hochgeschwindigkeits Ska, mit jüdischen und russischen Folk-Elementen und ein wenig Reggae ordentlich aufgemischt) der 9 jungen Musikerinnen und Musikern. Im exzessiven Tanzrhythmus verschmolzen Publikum und Band.
Leider kann ich nicht ausführlicher berichten, sonst verpasse ich morgen doch meinen Zug.
Mich auf Berlin und Dänemark freuend und euch eine schöne Zeit wünschend Villa

15.05.09

Proppevoll der Markt in Jena


Cover-Rockbands sind Geschmackssache, auf alle Fälle sind sie ein Garant für einen überfüllten Frühlingsmarkt. Die Sängerin von Cliff brachte neuen Schwung in die Band und die Hits aus den aktuellen Charts kamen bei dem jungen Publikum gut an. Eine Zeitlang war es sehr "Ärzte"-lastig und als der Sänger meinte: "Entschuldigung Jungs" hat er sicher die Originale gemeint.
Hier ein Bericht von meinem letzten Konzert:
"Zu Spät"

"Zu Spät" dieser Songtitel von den Ärzten klang für Tausende, die gestern die Ärzte live in Ferropolis erleben wollten, wie Hohn. Wir hatten uns von Leipzig aus mit einem vermeintlich ausreichenden Zeitpuffer auf dem Weg gemacht, um die heilige Dreifaltigkeit rocken zu sehen. Womit niemand rechnen konnte, war die grottenschlechte Parkplatz-und-Organisationssituation in der Stadt aus Eisen, einer ansonsten gigantischen Konzertarena. Als unser Navi noch 17 Kilometer anzeigte, brauchten wir noch 4 1/2 Stunden um am Zielort anzukommen. Wir haben versucht das Beste daraus zu machen, die Ärzte-CD lief rauf und runter, die Männer konnten ihre Bedürfnisse im Weizenfeld erledigen und selbst in den kleinen Ortschaften, die wir im Schritttempo durchfuhren gab es spontane Sympathiekundgebungen der einheimischen Bevölkerung. In Schleesten gar wurde Smeiyli de Heili Zutritt zur Toilette erlaubt und Bier und Saft gespendet. Ein Hoch auf diese netten Mitbürger. Nachdem der Konzertbeginn ca 2 Stunden nach hinten verschoben wurde, schafften wir es doch nicht pünktlich, so dass wir den Opener "Himmelblau" und ein paar Titel verpassten. Am Anfang schien es auch noch, als ob wir nicht mal in die Nähe der Bühne kommen könnten, aber wir fanden den Weg bis zu unserem Stammplatz LINKS neben der Bühne. Was wir dann erlebten war ein sehr, sehr feines Konzert. Gut aufgelegte Jungs, Altes gepaart mit Neuem, Gassenhauertime, Nonsens ohne Ende und ein Publikum, welches alle Anfahrtsstrapatzen vergaß und nur noch rockte. Smeily de Heili tanzte wild, barbusige Mädels bekamen von Bella B. Drumsticks zugeworfen und Farin Urlaub entpuppte sich als Hobby-Diktator, als er uns beim Titel "Unrockbar" zu einer Sitzlaola-Welle nötigte. Als Grufti kurz vor der Friedhofsgrenze (Originalton des Gatten) waren wir ja auch nicht unbedingt die Alterszielgruppe der Ärzte. Aber wie meinte Phillipp so treffend, es modert ja nur unsere Hülle, im Kopf sind wir noch ganz, ganz jung! Die Kulisse in der Stadt aus Eisen war schon eine außergewöhnliche Eventlocation und Open Air Arena. Als sich dann am späten (durch unerwartet vielen Zugaben) Ende die Zehntausenden Besucher auf den ca zwei Kilometer entfernten Parkplatz begaben, rief einer "Wir sind das Volk" und angesichts des friedlichen Stroms kamen auch bei uns Erinnerungen an die Demos damals in Leipzig wieder hoch. Die Lage unseres Hotels in Leipzig hatte auch ausgesprochenes Vorwendeflair.
Gejazzfäst glücklich Villa


Doch ja, nebenher gehe ich auch noch arbeiten Villa

12.05.09

Frischer Wind auf dem Jenaer Frühlingsmarkt




Eine schöne Ausstellung mit Jenaer-Stadtansichten sah ich mir heute in der Rathausdiele an und der anschließende Weg zum Frühlingsmarkt war zwangsläufig. Bei einem kurzen Schwatz mit dem neuen künstlerischen Leiter Oliver Jahn (seit 1996, Mitglied der Band Los Banditos) erklärte er mir den schwierigen Spagat, neuen frischen Wind in den Frühlingsmarkt zu bekommen. Einerseits sollen die alten Besucher weiter kommen, andererseits möchte er auch Alternativen zur Rumsbums-Unterhaltung bieten. Ich bemerke die Neuerungen sehr positiv.
Allerdings hat das Enkelkind (4 Monate) den sehr langen Sound Check des Quintetts "Dazarieh" aus Lissabon heute nicht überstanden, auch der Gatte strich nach einem langen Zeitungstag die Segel und so musste ich allein ausharren. Die Musik war schon sehr speziell (Folk in Fusion) aber ich habe mit der gemeinen Hausfrauenkamera wieder schöne Konzertbilder einfangen können. Am Donnerstag spielt eine der führenden Cover-Rockbands und ich erwarte euch alle auf dem Frühlingsmarkt.


Mit Musik in den Ohren sich niederlegend Villa

11.05.09

Villas Mutterglück am Muttertag



Etwas hippelig waren die Mädchen, als sie mich am Sonntag zu einem Spaziergang einluden. Ich fotografierte in aller Seelenruhe die Saale und die schöne gelbe Sumpfschwertlilie oder Wasserschwertlilie (Iris pseudacorus) und genoss den gemeinsamen Spaziergang, dabei hatten sie einen Tisch in einem Schweizer Spezialitäten Restaurant bestellt, um mich zu überraschen. Danke liebe Kinder, für diese schöne Einladung. Die Atmosphäre war sehr schön im Kupferhütchen, Musik dezent und die Erklärung des Kellners, als ich die Vorspeise: "Burgunder-Schnecken in Sauce Café de Paris" bestellte, war auch für mich lehrreich. Am Hauptgericht hatte ich doch etwas zu meckern, die Steinpilze waren wirklich noch halb gefroren und die Sauce war für meinen Geschmack auch nicht optimal. Aber einem geschenkten Gaul, schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul!
Danke für die kulinarischen Blumen sagt Villa

10.05.09

Mudder Villa tanzt in den Muddertag

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"Engels"-gleich verlief der gestrige Tanz in dem Maimuddertag. Die Hausherren haben sich die kleine Oase der Freiheit bewahrt und öffneten den geheimen Bunker mit Beats, Beer and Bowle. Viel lieber hätte ich allerdings den Bunkerchef live rockend erlebt. Der DJ war mir zu discomäßig unterwegs und erst als wir uns gegen 3.00 Uhr ins Morgengrauen verabschiedeten, schien die Musik mit AC/DC an Fahrt aufzunehmen.
Ich lass euch mit meinem Lieblings-Satiriker Wischmeyer allein und gehe mein Müdderchen besuchen.



Schönen Sonntag euch allen wünscht Mudderschiff Villa
PS: Im geheimen Bunker






Warum denn in die Ferne schweifen, hört das Gute ist so nah. Schon lange wollte ich in die geheimen Katakomben des "heiligen" Bunkers. Als sich gestern am späten Abend völlig unerwartet die Gelegenheit ergab, nichtkommerziellen puren rotzigen Rock zu erleben, zögerte ich erst. Die Woche hatte geschlaucht, der heutige Kindergeburtstag wollte vorbereitet werden, Weihnachtskonsumterror und, und, und. Gut, dass meine Spontaneität und Neugier siegten. Der Musik, der Atmosphäre und den Anwesenden habe ich zu verdanken, dass jeglicher Stress von mir abfiel. Genau DAS hatte ich gebraucht! Nennen will ich zwei Bands: "Astrohead" die Gewinner des Endausscheids des Nachwuchswettbewerbs im Kassablanca, und mein persönliche Favorit "Helljack" mit dem kleinen Lulu und der großen Stimme. Gegen 3.00 Uhr waren die Freunde auch nicht mehr fähig nach Hause zu fahren und sie schlugen ihre Lagerstatt bei uns auf. Gleich beginnt die große Ferienkonferenz und ich habe Mühe, mir nicht anmerken zu lassen, wie verkatert ich bin.
Standhaft Villa "

09.05.09

Spargelmusik auf dem Jenaer Frühlingsmarkt

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Die dritte Woche in Folge kaufte ich mir gestern frischen deutschen Spargel und es bleibt zu befürchten, dass auch dieser im Kühlschrank vergammelt. Am Freitag 17.00 Uhr eröffnete der Frühlingsmarkt und ich wollte nur kurz vorbeischauen, um die Turmbläser nach der abgeschlossenen Rathaussanierung zu sehen." Der Mai ist gekommen" klang allerdings genauso wie all die Weihnachtslieder zum Weihnachtsmark und für einen Moment glaubten wir in der falschen Jahreszeit zu sein Die Stadtfeste sind immer ein Ort, wo man tausend Leute trifft, im Getümmel verliert und schließlich wieder trifft. So erging es mir und meinem Spargel. Der Kistenhändler führte Enkelkinder aus und fand gegen Mitternacht Unterschlupf bei Rita, Munzi richtete Grüße an NK aus und lud uns zur Geburtstagsparty sowie zur Premiere des neuen Campiello Dampf- und Dorftheaterstücks ein, und und und... Als der Himmel sich gegen 18.00 Uhr verdunkelte und wolkenbruchartiger Regen aufzog, zollte ich den Gugge-Musikern aus Apolle meinen Respekt, weil sie fröhlich im strömenden Regen ihr Programm durchzogen. Das Wasser durchfeuchtete den Spargelbeutel und als das von uns erwartete Konzert mit Dirk Michaelis, einst Sänger der Band "Karussell" begann, wurde er achtlos unter einem Stehtisch abgelegt. Mein Liebster hat eine interne Liste von drei Beerdigungsliedern, eines davon "Als ich fortging" wurde von Dirk Michaelis komponiert und gesungen und ich erahne jetzt schon die Ergriffenheit der Trauergemeinde. Als ich mir nach Abschluss des Konzertes seine CD signieren ließ, fotografierte uns der Gatte mit Claudia seiner ehemaligen freien Mitarbeiterin, die heute in München bei RTL2 irgendeine Kochshow macht. Einen Plan, wie man alten Spargel rettet, hatte sie aber auch nicht für mich. Eine bunte Woche mit dem Jenaer Frühlingsmarkt bleibt mir noch und wer Lust hat kann Villa zumindest am 11. Mai, wenn es heißt „Hanfried Rockt!" dort antreffen. Spargel werde ich mir dann aber nicht noch mal kaufen...ihr wisst ja, der verschimmelt nur. Gekauft wurde gestern die Fahrkarte nach Berlin zu Christa. Berlin, Berlin ich fahre nach Berlin!
Phillipp hat sich bei Mamachen aus dem Inselparadies gemeldet, nun verpasst er die beste Spargelzeit und den Jenaer Frühlingsmarkt.
So sah das handgemachte Liederbuch des Gatten aus, als er die Kinder abendlich in den Schlaf sang und der erste Titel des gestrigen Konzerts "Wintermärchen" stand ganz oben auf seiner Favoritenliste.


Musikalisch wesentlich härter geht es heute Abend beim Tanz in den Mai im
" Geheimen Bunker" zu und ich freue mich auf alle, die ich dort treffen werde.

Doch noch Spargel schälend Villa

06.05.09

Lieber Gott














"Lieber Gott, ich mach dich fromm, wenn ich in den Himmel komm." ist der Titel der Veranstaltung, zu der wir gleich aufbrechen werden. Gnadenlose Satire in Reinform erwartet uns. Auf die Lesung mit Wiglaf Droste bin ich gespannt. Es wäre sicher auch etwas für die neue Jenaseite gewesen, aber ich tue mich noch schwer mit dem Einstieg. Der Gatte fand das Projekt Kultur und Essen blogmäßig aufzugreifen interessant und schenkte mir heute einen Gutscheinkalender 2009. Ich habe gestern spaßeshalber die Kneipen, Restaurants und Cafés auf meinem unmittelbaren Arbeitsfußweg durchgezählt. In der Achse Wohnungstür, Botanischer Garten, Wagnergasse, Bunker, Goethegalerie, Holzmarkt und Hotel Schwarzer Bär, also ein Radius von ca 1.5 km habe ich und nun kommt meine Ratefrage: 36 oder 51 oder 95 in meine Liste aufgenommen. Während wir uns nun hungrig ins Volksbad zur Lesung begeben, könnt ihr schätzen, raten oder sie aus dem Gedächtnis aufzählen. Ich bin auf eure Lösung gespannt.

Grüß Gott Villa

02.05.09

Wir kämpften und wir feierten am 1.Mai


Ausführlich haben wir uns mit dem derzeitigen politischen Spektrum auseinandergesetzt und die kulturellen Höhepunkte zum 1. Mai in Jena erlebt. Als wir auf unserem nächtlichen Heimweg über den Begriff Revolution diskutierten und später einsam zweisam in der Küche das "Herbstlied" von Engerling tanzten, war klar, unsere politische Ausrichtung ist eine gemeinsame.
Komm lieber Mai und mache...Villa

01.05.09

Ist der Ruf erst ruiniert

Ist der Ruf erst ruiniert...kann man auch draus lernen. Seit einiger Zeit ist der Feinschmeckertipp des Heilis das "Weinbauernhaus Im Sack". Es gehört zu dem wertvollsten mittelalterlichen Bestand der Stadt und als es 1997 neu restauriert wieder eröffnete, waren wir sehr gespannt. Leider waren damals Küche und Service mangelhaft und dies sprach sich schnell rum im Städtchen. Inzwischen hat wohl die Küchenmannschaft gewechselt und Phill. schwärmte schon öfter über das Essen dort. Unser Tanz in den Mai zur Walpurgisnacht war ein gemeinsamer, köstlichkulinarischer Ritt, für den wir sicher in die Kalorienhölle kommen. Zu Recht bewerte ich die Küche zur gehobenen Küche Jenas. Auch der Service war sehr gut. Kompetent, schnell und freundlich. Damit wir zeitgleich essen konnten, servierte der Küchenmeister persönlich. Ich wählte ein Mixed Grill vom Baby Hummer, Jacobsmuschel und Angus-Filet auf Blattspinat und Steinpilzgnocchis. Allerdings muss man schon ganz schön Geld für diese Köstlichkeiten hinlegen.
Weitaus preiswerter dagegen war unser gestriges Stärkungsessen auf dem Markt. Wir wählten das "Kartoffelhaus" und ich bestellte frischen Spargel mit neuen Kartoffeln und einem Lachsfilet. Bedauerlicherweise haben sie sich mit diesem Gericht ihren guten Ruf bei uns ruiniert. Von einem speziell ausgewiesenen Kartoffelhaus erwarte ich, dass die Erdäpfel auch in Ordnung sind. Sie waren es nicht! Unterschiedlich gegart, hart und erst die Bratkartoffeln des Gatten hatten verschiedene Geschmacksrichtungen, wahrscheinlich aus verschiedenen nicht gesäuberten Pfannen kommend. Nur der schöne Platz und sehr nette Bekannte die wir trafen, trösteten uns darüber hinweg.

Der Heili ist inzwischen auf dem Weg in den Urlaub und der Küche auf den Seychellen wird ja nachgesagt, dass Sie die Beste in der gesamten Region des Indischen Ozeans sei. Ich wünsche euch einen Traumurlaub und passt auf euren Ruf auf.
Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert Villa