22.11.08

Novembersternenhimmel

Zwei Tage verweilte ich im alten Schloss Dornburg bei einem Anwendertreffen und Workshop der Firma Theranostic zum Thema Brachytherapie. Während ich über Monte-Carlo-Algorithmen schwitzte, stellte ich mir vor wie schön es wäre, in der Spielbank von Monte Carlo den großen Wurf zu landen. Den großen Wurf landeten wir bei den ca 100 Teilnehmern zum Gesellschaftsabend im Jenaer Planetarium. Wir speisten unter dem Novembersternenhimmel und Ausschnitten diverser Programme, sowie Ausschnitten der erfolgreichen Multimedia-Musikla-Sershows "Queen Heaven" und "Pink Floyd" Das neue Laser-Projektionssystem ADLIP mit seinen rasanten digitalen Effekten, sphärischen Bildern und faszinierenden 3D-Animationen begeisterte alle. Wenig begeistert dagegen waren wir vom Büffetangebot des Bauersfeld. In nullkommanix war das Büffet leergefegt, ohne dass nachgelegt wurde. Erst nach Aufforderung an die Küchenleitung wurde noch etwas bereitgestellt. Die Frechheit dabei war, es wurde behauptet unsere Gäste würden zu schnell und zu viel essen. Ambiente 1, Stimmung 1, Service 2, Essen 6 setzen!
Mit erneuerten Kenntnissen weitergebildet Villa

16.11.08

" Don´t dream it! Be it ! " in Berlin


Träum nicht nur, lass deine Träume auch Wirklichkeit werden. Sei Du selbst und tu, was Dir Spaß macht, dies ist die einfache Botschaft der The Rocky Horror Picture Show. Der Spaßfaktor dieses Grusicals war sehr hoch und wir waren sehr gut vorbereite. Im Gewitterwald konnten wir uns einigermaßen vor den Spritzern unserer Nachbarn schützen, meine Haushaltgummihandschuhe und Kuhbimmel kamen an der richtigen Stelle und mit der Toilettenrolle umhüllten wir unsere Vorderleute. Die Sänger waren hervorragend, die Live-Band zum Teil etwas übersteuert und als es zur Pause ging hatte ich das Gefühl es wären erst 10 Minuten vergangen, so temporeich war das Stück. Alles sehr schräg (viel Strapse) mit guter alter Rockmusik und beim Song "Time Warp" tanzten wir euphorisch mit. Martin Semmelrogge setzte sich für meinen Geschmack als Sprecher zu betont in Szene.
Christa hatte uns das Hotel geschenkt und uns mit Blumen, Sekt und Pralinen überrascht, Sehr schade, dass ihre Karte nicht zum Einsatz kam. Sehr, sehr schade, dass sie den Spaß nicht mit uns teilen konnte. In unserem Hotelzimmer lag so ein Guru-Buch von einem Schweizer und als ich es heute am Morgen las, stach mir ein Satz ins Auge: "...Ich verdiene es, die Balance von Arbeit und Vergnügen mit gutem Gewissen zu genießen." Jap, genau so ist es!
Danke lieber Heili für das feine Frühstück, so konnten wird den Abend noch mal Revue passieren lassen. Es ist schön mit euch, unsere Träume auch Wirklichkeit werden zu lassen. Bis zum nächsten Traum, Furt Krachgarten ist ja nicht mehr lange hin und da lassen wir es wieder richtig rocken.
Morgen früh schlägt die Balance erst mal wieder in Richtung Arbeit aus. Villa

10.11.08

Villas Zeitungsschau















Mein lieber M&M, wir waren ja schon bei vielen deiner Konzerte und es hatte uns immer wunderbar gefallen. Die Rentnerbande hat mir heute den Artikel mitgegeben. Schön, dass du dir ab und zu die Zeit nimmst und dort für gute Stimmung sorgst. Danke! Wir hätten am Samstag eine Karte zu verschenken für Berlin. Besteht Interesse?

01.11.08

Der große Grandseigneur Leonard Cohen

Es war überwältigend für uns, den großen Poeten der Rockmusik zum ersten und sicher auch zum letzten Mal live zu erleben. Die Tränen der Rührung konnte ich nicht zurück halten, er sang uns das Gemüt weich. Stimmlich enorm, die Gesten stilvoll, huldigte er dreieinhalb Stunden, ab und an kniend, dem Publikum. Mit welcher Demut (den Hut in der Hand) er seinen fabelhaften Musikern Tribut zollte, er Melancholie in Musik umsetzte.., hach ich krieg mich nicht mehr ein! Auf mein persönliches Juwel "So long-Marianne" musste ich lange warten und genau in diesem Moment versagte die Speicherkarte meiner Hausfrauenkamera. So erlebte ich bei Standing Applaus tränenüberströmt das Ende des Konzerts. Der Verführer meiner Jugend jammerte mir Poesie ins Ohr und Wehmut ins Herz Villa

26.10.08

Herbstbild ist das nicht

Jedoch musste ich meine Suppenschüssel selbst schnitzen. Angeblich geht bei mir immer so viel kaputttte!
Grobmotoriker Phill

Doch kein Geschirr geworden.

..kann halt im Augenblick nur an Autos denken. Phillipp

25.10.08

Gaumenfreuden und Kabarett

Die Idee, Essen und Unterhaltung zu paaren ist für mich nahezu perfekt. Freitagabend bot der Bären eine solche Veranstaltung und wir erlebten einen munteren Gang durch tausend Jahre Geschichte mit der Gruppe "Die Urvögel" aus Coburg. Es war eine gefällige Unterhaltung mit sehr verwandlungsfähigen Künstlern, für mich aber in der Summe zu seicht. Das Vier-Gänge-Menü dagegen war Oberklasse! Es ist immer spannend mit wem man an so einem Abend in der Runde sitzt, diesmal war es der Marketingchef von irgendwas und sein Gefolge. Da der Gatte ja bekanntlich Hausmannskost bevorzugt war es anfänglich ein wenig peinlich, als er mir seine Variationen von Jacobsmuschel und Garnelen über den Teller schob und nur das gebackene Gemüsestroh mit Safranschaum und Fettucine aß. Obwohl eine Jacobsmuschel hat er runtergewürgt und heute früh behauptet, diese hätte ihn nicht schlafen lassen. Die Karotten-Ingwersuppe hat uns beiden geschmeckt und bei dem Hauptgang, Medaillon vom Kalbsrücken mit Parmesanhaube an Kräutersaitlingen, Madeiraglace und Pistazienpüree sind wir regelrecht in Begeisterung ausgebrochen so gut war das Fleisch. Es war so gut, dass er sogar den verhassten Käse mit aß und ihn nicht auch auf meinem Teller landen ließ. Beim Dessert, Tamarillensorbet, marmorierte Bananenterrine, Granadaschokomus in Chili an Ananacaparaccio war ich durch eine Flasche Weißwein vom Weingut Pawis immerhin so locker, dass ich es fotografiert habe und den The Kinks Titel "Lola" mitgrölen konnte.
Genusssüchtig Villa

22.10.08

Villa gratuliert Phillipp

Herzlichen Glückwunsch lieber Phill.
Als Geschenk arbeite ich an der Requisitenliste für unseren Besuch der «Rocky Horror Picture Show» im
Berliner Admiralspalast.
1. Reis, wollte erst Süßen vorkochen, habe mich aber dann doch für den duftenden Basmati Reis entschieden.
2. Zeitung, da kommt natürlich nur des Gatten Gazette in Frage.
3. Wasserpistole, auch da habe ich mich für ein Utensil des Gatten entschieden. Sein Blumensprayer scheint mir geeignet.
4. Wunderkerzen, Feuerzeug, habe ich eh immer in meiner Handtasche.
5. Gummihandschuhe, die Schwestern meiner Poliklinik stellen mir ganze Pakete bereit. Stellt sich nur die Frage nach der Größe. Mir scheint, du hast die ganz kleinen Gynäkologenhände, also 5 bis 6. Wie färbe ich die rosa ein? (Ich habe übrigens zupackende Hände, also die 8)
6. Toilettenpapier, das klaue ich unterwegs auf einer Autobahnraststätte.
7. Krachmacher, sollte ich das bis dahin geborene Enkelkind ausborgen? Nachher will es aber die Brust von mir, das ist mir dann doch zu riskant. Ich spendiere zwei Topfdeckel, die müssen reichen.
8. Konfetti, seit Stunden zerschrättere ich ganze Jahrgänge des Eulenspiegels. Mit Wasser zusammen ergibt das dann eine Megasauerei und Flecke auf dem Parkett.
9. Toast, unser Kühlschrank beherbergt tonnenweise vergammeltes Toastbrot, eine gute Gelegenheit dieses los zu werden. Wenn dann gerufen wird: “a toast!” bin ich von der ganzen Last befreit und die Mädels könnten endlich meinen Kühlschrank reinigen.
10. Partyhütchen, erinnerst du dich an die letzte Silvesterparty? Da hatte mir doch ein Fremder einen Hut in den Jackenärmel geschummelt. Inzwischen haben sich noch mehrere dazugesellt. Es war für mich praktisch das "Jahr des Hutes". Also Auswahl reichlich.
11. Glocke, damit wir nichts auf die Glocke bekommen, stelle ich dir eine Auswahl meiner Glocken vor. Entscheide du, welche du für geeignet hältst. Bis 15.11. gibt es bestimmt auch schon wieder die schönen Lind-Osterhasen mit dem Glöckchen dran. Wir könnten dann ja noch mal tauschen. Ich meinerseits, favorisiere ja die Kuhbimmel mit dem zarten Edelweiß.
12. Spielkarten, da wird es heikel. Der Gatte übt heimlich für ein Skatturnier und es würde auffallen, wenn die gute Altenburger Karte nicht mehr da wären. Obwohl, ich könnte ja alles auf seinen Tunnelblick schieben. Das mache ich immer so.
Mein Hauptgeschenk lieber Bruder ist trara: dieses wunderschöne Regencape mit Kapuze.
Haupthaare, nein Haupthaare kann ich dir wirklich nicht schenken.
In Geberlaune Villa

20.10.08

Ja spinnen die?







Nachdem wir jahrelang gekämpft haben, dass die Saalestraße zum Sperrbezirk erklärt wird und auch wirklich das letzte Bordell in unserer Straße in eine Studenten-WG umgewandelt wurde, hoffte ich der Mantel des Vergessens legt sich über diese unsere Straße. Es ist mir immer peinlich, wenn der Gatte Taxifahrern mit dem Hinweis auf bestimmte Etablissements unseren Wohnort beschreibt und seltsamerweise haben Taxifahrer auch ein gutes Gedächtnis und fahren uns daraufhin immer richtig nach Hause. Nun wurde das "Hilton" in unserer unmittelbaren Nachbarschaft in einen riesigen Rotlichtbezirk verwandelt. "Jena-Wohnen" bestückte ihr neustes Sozialprojekt mit tausenden roten Lichtern. Eine Landebahn ist ein Scheiß dagegen. Meine Socken die im Westflügel der Wohnung zum Trocknen aufgehängt sind, verwandelten sich in Rote Socken, die Terrasse ist in gleißendes Rot getaucht und ich sehe rot. Rot ist die Farbe des Blutes. Rot ist dem Kriegsgott Mars geweiht.

Blutrünstig Villa

12.10.08

Villa auf dem Köcheball

Und es gibt sie doch, die Traumberufe. Nach Weinerlebnisbegleiterin, Waldfee habe ich mich am gestrigen Abend als Restaurantkritikerin auf dem 3. Köcheball 2008 betätigt. Unter dem Motto des Balls "Kochen - eine Wissenschaft" hatte ich die Aufgabe kulinarische Gaumenfreuden des Plattenawards zu bewerten. Oh was haben meine Augen gesehen, was hat meine Zunge geschmeckt, was hatte mein Magen zu bewältigen und was hat meine Leber gestreikt. Das Ausmaß der Verwüstung in meinem Inneren hat mich am Ende daran gehindert, mit den anwesenden Kochmützen zu tanzen. Meine Sieger waren am Ende auch die Prämierten. Der 1. Preis ging an das "Gasthaus am See" in Hainspitz. (Werde ich mir merken, kannte ich bis dato nicht.) Der 2. Preis ging an "Capitulare de villis". Die machen zwar vegetarisch - mediterrane Speisen, hatten sich aber optisch toll dargestellt. Von ihnen ist das süße Buch und es war fast frevelhaft dieses anzuschneiden. Sie sitzen gegenüber vom Planetarium und waren mir nie als was Besonderes aufgefallen. Gegen Mitternacht musste der Gatte einen Krankenwagen als Taxi getarnt rufen, so schwer kann dieser Beruf sein!
Schlemmerei ist gegen die Lehren der Mäßigung.
Maßlos Villa

09.10.08

Zu gerne würde ich...


den alten Mann noch mal live jammern hören. 15 Jahre war er nicht mehr auf Tournee, nun mit 74 Jahren betritt er wieder die Bühne. Vielleicht unsere letzte Chance. In Hamburg findet das Konzert statt und den Gatten habe ich gerade überzeugt. Noch gestalten sich Ticketkauf und Hotelsuche etwas schwierig, aber wenn morgen alles klappt...
Mit Songs wie "Suzanne", "So long Marianne" oder "Lover, Lover, Lover" hat der Gatte mich schon im Studentenwohnheim verführt, das klappt bestimmt auch noch nach 35 Jahren!
Verführerin Villa